Wieder Pause für Gustavo: Nur Matmour schneller!

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Raus: Diego Benaglio schiebt Sünder Luiz Gustavo (r.) vom Platz.

mj Wolfsburg. Einer geht noch, einer geht noch ... raus! Bei Bayer 04 Leverkusen verlor der VfL Wolfsburg nicht nur 1:3 (1:1) und damit die dritte Auswärtspartie der Saison, sondern wie bei den Gastspielen in Hannover (0:2) und Mainz (0:2) zuvor auch wieder einen Spieler durch Platzverweis.

Erneut traf es Star-Einkauf Luiz Gustavo. Der Brasilianer, gerade erst von einer Gelb-Rot-Sperre zurück, muss nach der zweiten Ampelkarte in Folge am kommenden Spieltag gegen Ex-Club 1899 Hoffenheim (Sonnabend, 15.30 Uhr) wieder untätig zusehen.

Dass sich der defensive Mittelfeldspieler in Wolfsburg wieder zu einem Treter alter Hoffenheimer Tage (dreimal Gelb-Rot, einmal Rot) entwickeln würde, wollte Manager Klaus Allofs nur bedingt stehen lassen. Zwar ermahnte der Wolfsburger Sportdirektor seinen Abräumer, „Gustavo muss sich zusammennehmen“. Die Rechtmäßigkeit des Feldverweises wurde aber nicht nur von ihm angezweifelt.

„Ich weiß nicht, ob die zweite Verwarnung berechtigt war. Er macht in der 85. Minute das erste Foul und bekommt dann gleich Gelb-Rot“, sagte Trainer Dieter Hecking, der die erste Verwarnung für den Brasilianer wegen eines kleinen Remplers gegen den Schiedsrichter aber akzeptierte.

Immerhin blieb Luiz Gustavo der Rekord für die beiden schnellsten Gelb-Roten Karte in Folge erspart. Den hält der Algerier Karim Matmour, der in der Saison 2012/13 in Diensten von Eintracht Frankfurt am 13. und 15. Spieltag vom Platz flog. Und weil es eine englische Woche war, lagen bei Matmour nur sieben Tage zwischen den Spielausschlüssen. Und nicht wie bei Luiz Gustavo satte drei Wochen.

Kleiner Trost für den ungekrönten Wolfsburger Kartenkönig: Der Rekord von Jens Nowotny mit acht Platzverweisen ist wieder ein Stückchen näher gerückt.

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