Wieder Lautern, wieder Druck

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So sah es beim letzten Mal aus – und so soll es am Sonnabend nicht nochmal aussehen: Wolfsburgs Mario Mandzukic ist geknickt, im Hintergrund feiert Kaiserslautern.

Wolfsburg. Es ist gar nicht mal so lange her – genauer gesagt gut vier Monate – da trafen der VfL Wolfsburg und 1. FC Kaiserslautern letztmals in der VW-Arena aufeinander. Das Ende ist bekannt: Die Pfälzer feierten am 33. Spieltag durch einen 2:1-Sieg den vorzeitigen Klassenerhalt, die Wölfe mussten zittern. Derart existenziell geht es am kommenden Sonnabend beim Wiedersehen (15.30 Uhr) nicht zu. Wobei: Beide Klubs stehen neuerlich im Keller. Gerade für den VfL eine mehr als unbefriedigende Situation.

Felix Magath, nicht erst durch seine umstrittenen Geldstrafen als harter Hund bekannt und gefürchtet, bevorzugt trotz der angespannten Ausgangslage aber Zuckerbrot statt Peitsche. Die aktuellen Probleme seiner Wolfsburger – kein sichtbares Spielkonzept, selten Torgefahr und eine wechselhaft-wacklige Abwehr – seien „völlig normal“, wiegelt der Meistermacher von 2009 vor dem Duell mit Kellernachbar Kaiserslautern ab. Querverweis auf die reformierte Riege. Magath: „Dass man alles noch nicht verinnerlicht hat, geht jeder Mannschaft so, die viele neue Spieler hat.“

Auffällig: Gegentore schüchtern die Wölfe regelrecht ein. Noch ein Überbleibsel der akuten Abstiegsangst aus der Vorsaison? Eigentlich schwer vorstellbar, ist doch nur noch ein Grundgerüst des alten Kaders nach dem XXL-Umbau übrig geblieben. Magath hat seinen (Zweck-)Optimismus noch nicht verloren. „Ich bin mir sicher, und es gibt auch keinen Zweifel, dass es besser wird. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass sich unsere positive Entwicklung bald in Punkten ausdrückt.“ Wie flott, dass könne er freilich nicht sagen.

Eines ist Fakt: Geht es für den VfL auch am Sonnabend gegen die Roten Teufel wieder schief, hängt der Haussegen in selbiger Schräglage. „Ein Punkt reicht uns nicht“, sieht auch Magath den steigenden Druck. Doch dieser dürfe keine Ausrede darstellen. „Wir brauchen dieses Erfolgserlebnis“, stellte Wolfsburgs Macher klar. Das sieht Marcel Schäfer genauso: „Wenn man auf die Tabelle schaut, geht es gegen Lautern darum, nicht unten festzusitzen.“ Wie schon in der Vorsaison. Dabei sollte doch alles besser werden...

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