Fußball – Bundesliga: Arnold sieht kein Mentalitäts-Problem bei den Wölfen

„Wenn jetzt nicht alle Alarmglocken läuten“

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Maximilian Arnold (Mitte) stellte sich nach Schlusspfiff den aufgebrachten VfL-Anhängern.

ib Wolfsburg. Wie ein geprügelter Hund schlich Maximilian Arnold durch die VW-Arena und gab damit ein Ebenbild der wenigen Mitspieler ab, die sich nach dem 1:3-Offenbarungseid gegen den Hamburger SV überhaupt den Medien stellten.

Genauso schwerfällig, wie sich die Wolfsburger zuvor über den Rasen bewegt hatten, kamen dem VfL-Urgestein die Worte über die Lippen.

Auch wenn die Wahrnehmung von außen eine andere war, so wollte der 23-Jährige nicht bestätigen, seiner Mannschaft hätte es im Vergleich zum HSV an Mentalität und Einstellung gefehlt. Einige Wölfe vermittelten nicht den Eindruck, als würden sie noch an die Wende im Spiel glauben. Arnold: „Ich war zu sehr mit mir selbst beschäftigt. Deshalb kann ich nicht beurteilen, ob alle voll dabei waren oder nicht. Ich unterstelle aber keinem, dass er das nicht gewesen ist.“

Er selbst war mittendrin statt nur dabei, als es galt, die aufgebrachten Anhänger zu beschwichtigen, die versucht hatten, das Feld zu stürmen. „Ich kann das alles nachvollziehen, klar. Aber wir haben versucht, die Emotionen etwas abzukühlen und zu vermitteln, dass wir alle brauchen. Wenn wir uns selbst zerfleischen, haben wir keine Chance“, erklärte Arnold im Anschluss. Wirklich glaubhaft konnte auch er nicht versichern, welche Punkte nun im Endspurt noch Hoffnung machen. Es gab im Grunde die gleichen Durchhalteparolen wie nach dem 0:3 in Gladbach. Arnold: „Jeder hat das Spiel gesehen. Wenn jetzt nicht alle Alarmglocken läuten, dann weiß ich auch nicht. Wir müssen uns jetzt eben verdammt noch mal den Arsch aufreißen.“

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