Fußball – Bundesliga: Wölfe schießen sich nach der Stuttgart-Schlappe speziell auf die dürftige erste Halbzeit ein

Wie weit ist der neue VfL? Arnold fällt lieber kein Urteil...

Im Blick- und Brennpunkt: Wolfsburgs Keeper Koen Casteels pariert in dieser Szene gegen Stuttgarts Simon Terodde und verletzte später Christian Gentner schwer. Foto: dpa
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Im Blick- und Brennpunkt: Wolfsburgs Keeper Koen Casteels pariert in dieser Szene gegen Stuttgarts Simon Terodde und verletzte später Christian Gentner schwer.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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ib Stuttgart. Wie begossene Wölfe trotteten die Grün-Weißen nach dem neuerlichen Rückschlag beim VfB Stuttgart aus der Mercedes Benz-Arena. (Nieder)Geschlagen vom Aufsteiger.

Mehr und mehr kristallisiert sich heraus, dass auch die neue Saison – nach der Dusel-Rettung in der Relegation – von einigen Entbehrungen geprägt sein könnte.

VfL-Coach Andries Jonker versuchte es trotz der erneut enttäuschenden, weil uninspirierten Vorstellung mit leichter Schönfärberei. „In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass sich eine gute Mannschaft entwickelt.“ Was genau der Holländer da an positiven Ansätzen gesehen haben will, bleibt eher rätselhaft. Weiterhin ist bei den Wölfen keine wirkliche Spielkonzeption zu sehen. Die Verantwortlichen bitten um Geduld. Die gibt es im Profi-Fußball nur selten.

Bei der Analyse schossen sich aber auch Wolfsburgs Spieler vornehmlich auf die ersten 45 Minuten in Stuttgart ein. Paul Verhaegh meinte: „Es ist schon eine bittere Niederlage, die Enttäuschung ist groß.“ Jonker beklagte zurecht, dass seine Mannschaft im gesamten Spiel nur einen wirklichen Torschuss zustande gebracht habe. „Das ist zu wenig! In der ersten Halbzeit waren wir viel zu hektisch.“ Keeper Koen Casteels sah gewisse Parallelen zum Vor-Samstag: „Es war ähnlich wie gegen Hannover. In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv, müssen die Bälle besser behaupten.“

Wie weit der Entwicklungs-Prozess vorangeschritten sei, vermochte Maximilian Arnold gegenüber dem NDR nicht zu beurteilen: „Ich war in der Schule. Wenn ich schlechte Gefühle hatte, habe ich gute Noten geschrieben. Wenn ich ein gutes Gefühl hatte, habe schlechte Noten geschrieben. Ich erlaube mir kein Urteil nach der Schulkarriere...“

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