Fußball – Bundesliga: Malli: „Hatte wohl zu viel Zeit zum Überlegen“

VfL weint Chancen nach

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Drei hochkarätige Möglichkeiten vergab der VfL Wolfsburg. Divock Origi (links) hatte keiner dieser Chancen, nahm nur wenig am Offensivspiel teil.

Wolfsburg. Der Frust nach den zwei verschenkten Punkten in der Partie gegen den 1.  FSV Mainz 05 (1:1) sitzt beim VfL Wolfsburg noch tief. Vor allem wenn man die Ergebnisse der direkten Konkurrenz betrachtet.

Der SC Freiburg holt spät einen Punkt bei der TSG Hoffenheim, Stuttgart siegt mit 1:0 gegen die starken Frankfurter und Werder Bremen besiegt im Nordderby den Hamburger SV. Es wird nicht leichter für den VfL.

Ein Sieg in Mainz wäre extrem wichtig gewesen für die Mannschaft von Neutrainer Bruno Labbadia. Die Chancen dazu waren auf alle Fälle gegeben. Doch es sollte nicht sein. Trotzdem nahmen die Verantwortlichen einige positive Dinge aus dem Spiel mit. So auch Torschütze Josip Brekalo. „Ich bin natürlich sehr glücklich über mein erstes Tor für den VfL Wolfsburg. Doch es ist schade, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Wir waren gut in der Partie, haben bis zum Ende gekämpft.“

Hinten standen die Wölfe vor allem in der zweiten Hälfte relativ sicher. Im Angriff wurden nicht viel Chancen kreiert, aber wenn, dann waren sie hochkarätig. So zum Beispiel, als Yunus Malli einen Tag vor seinem 26. Geburtstag freistehend vor FSV-Keeper Robin Zentner vergab. Der Ex-Mainzer dazu: „Ich hatte wohl einfach zu viel Zeit zum Überlegen. Dann geht der Schuss auch knapp vorbei. Es war eine hundertprozentige Möglichkeit, die ich natürlich verwerten muss.“

Für Bruno Labbadia war es die erste Begegnung an der Seitenlinie der Wölfe. Der 52-Jährige hatte nur wenige Tage Zeit, um den VfL auf den Abstiegskracher vorzubereiten. Trotz des Remis zeigte sich der Übungsleiter zufrieden: „Wir sind wirklich gut ins Spiel gekommen und haben viele Dinge umsetzen können. Mainz musste viele Wege gehen, weil wir den Ball sehr gut haben laufen lassen, auch gut verlagert und im richtigen Moment in die Tiefe gespielt haben. Das alles hat mir sehr gut gefallen.“ Ähnlich sah es auch Sportdirektor Olaf Rebbe: „Wir haben eine engagierte Leistung unserer Mannschaft gesehen. Aber mit den vielen Chancen hätten wir gewinnen müssen.“

Von Jannis Klimburg

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