Fußball – DFB-Pokal: Labbadia erklärt Höchststrafe

Wechsel-Zoff um Steffen: „Mannschaft geht vor“

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Trainer Bruno Labbadia.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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ib Hannover. Allenthalben Frohsinn? Mitnichten! Denn hinein in den Jubel über das Weiterkommen im DFB-Pokal sorgte Renato Steffen beim VfL Wolfsburg am Dienstagabend in Hannover für einen Aufreger.

Der Schweizer, erst 29 Minuten zuvor für seinen Landsmann Admir Mehmedi gekommen, musste kurz vor Schluss für Robin Knoche schon wieder vom Feld. Für den Spieler eine Höchststrafe, die an der Seitenlinie zu einem Disput mit seinem Trainer Bruno Labbadia (kl. Foto) führte. Dieser wollte Emotions-Bolzen Steffen die taktische Rolle rückwärts erklären, doch der Mittelfeldspieler verweigerte wutentbrannt den Handschlag. Daraufhin packte ihn Labbadia unsanft am Nacken und las ihm die Leviten.

Wolfsburgs Coach sagte nach Spielschluss zum Wechsel-Zoff am Sky-Mikrofon: „Wir mussten was verändern und auf Fünferkette umstellen, weil Felipe reingekommen ist.“ Wird der Disput denn ein Nachspiel haben? „Über eine Strafe mache ich mir erst einmal weniger Gedanken“, erklärte Labbadia, als Aktiver selbst ein Giftzwerg auf dem Rasen, am Dienstagabend. Sicherlich sei es kein gutes Verhalten gewesen. „Wir brauchen Spieler, die das mit Emotionen machen, aber wir brauchen auch Spieler, die wissen, wann man etwas im Dienste der Mannschaft macht.“

Die anderen VfL-Spieler wollten die Szene ebenfalls nicht so hochhängen. „Es geht um die Mannschaft. Ich glaube auch, dass er das versteht“, meinte Wout Weghorst angesprochen auf Steffen.

Derweil ordnete Maximilian Arnold, mittlerweile mit 24 Jahren der VfL-Spieler mit den fünftmeisten Bundesliga-Spielen, den Sieg realistisch rein. „Das war relativ souverän. Ungefähr so wie der Clasico“, scherzte er. In Halbzeit zwei hätte „ein bisschen die Entlastung gefehlt. Sonst hätten wir das eher geklärt.“

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