Fußball – Bundesliga: Wolfsburg kann auch gegen Berlin keinen Sieg einfahren

Warten auf die Befreiung

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Auch der Kapitän Ignacio Camacho (rechts) konnte nicht für den ersten Sieg unter Bruno Labbadia sorgen. Seit dem 28. Januar haben die Wölfe nicht mehr gewonnen...

dpa/ct Berlin. Schnecken-Rennen im Abstiegskampf. Trotz des fünften Spiels ohne Sieg unter Trainer Bruno Labbadia bleibt der VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga über dem Strich, weil Mainz den abermaligen Patzer der Grün-Weißen nicht nutzte.

Hertha BSC dagegen muss weiter auf das 1000. Tor im Olympiastadion warten. Das trostlose 0:0 nach mäßigem Spiel bescherte beiden Teams nicht das erhoffte Erfolgserlebnis.

In den Strafräumen brannte es selten, dafür umso mehr auf der Gästetribüne. Auf den VfL Wolfsburg dürfte deshalb eine empfindliche Geldstrafe zukommen. 

Hertha bleibt nach dem vierten torlosen Unentschieden der Rückrunde mit deutlichem Abstand auf die Europapokalplätze im Mittelfeld der Tabelle. Und auch die Feier des Tor-Jubiläums im Olympiastadion wurde vor 34 765 Zuschauern erneut aufgeschoben: Die Berliner stehen immer noch bei 998 Heimtoren in der Bundesliga und sind nun bereits seit 302 Minuten vor eigener Kulisse ohne Treffer.

Das Duell der vor allem in der Rückrunde äußerst angriffsschwachen Teams begann zunächst munter. Vor allem über die rechte Seite sorgte Hertha für Druck. Nach einer Ecke von U21-Europameister Mitchell Weiser traf Mathew Leckie in der fünften Minute per Kopf nur den Pfosten. Der Australier war für den erkrankten Valentino Lazaro in die Startelf gerückt.

Wolfsburg war die Verunsicherung nach zuvor drei Niederlagen in Serie weiter anzumerken. Vladimir Darida setzte sich über rechts stark durch, seine Flanke wurde jedoch geblockt (8.). Beim VfL war Innenverteidiger Robin Knoche nach Adduktorenproblemen rechtzeitig fit geworden und sorgte in der Zentrale mit Jeffrey Bruma nach der wackligen Anfangsphase für etwas Sicherheit. Zudem stand Kapitän Ignacio Camacho nach seiner Sprunggelenksverletzung erstmals seit Ende Oktober wieder auf dem Platz, zeigte aber noch etwas Eingewöhnungsschwierigkeiten. „Wir wollten den Sieg mitnehmen. Aber bei so wenig offensiven Spiels von beiden Seiten war das 0:0 ein realistisches Ergebnis“, meinte VfL-Torwart Koen Casteels.

Offensiv setzten die Wölfe nach gut einer Viertelstunde ein erstes Achtungszeichen. Nach einer flachen Hereingabe von Maximilian Arnold hatte Hertha-Verteidiger Niklas Stark Glück, dass er den Ball nur an den Pfosten und nicht ins eigene Netz drückte (19.).

Beide Teams setzten vor allem auf Sicherheit, gingen kein großes Risiko ein. Es fehlten die individuellen Glanzpunkte. Hertha war weiter gefährlicher, ein Schlenzer von Salomon Kalou strich knapp am rechten Pfosten vorbei (37.).

Labbadia brachte zwar zur zweiten Halbzeit Daniel Didavi für den wirkungslosen Victor Osimhen, doch Hertha hatte weiter die größeren Möglichkeiten. Den abgefälschten Schuss von Maximilian Mittelstädt parierte Casteels sicher (61.). Auch in der Schlussphase blieben beide Teams den Beweis der Torgefährlichkeit schuldig. In der Nachspielzeit sah Wolfsburgs Josuha Guilavogui zu allem Überfluss noch die Gelb-Rote Karte, wird am Sonnabend gegen den SC Freiburg nun gesperrt fehlen. „Das ist Mist“, haderte Maximilian Arnold.

Da die Mainzer gegen Mönchengladbach aber ebenfalls nur 0:0 spielten, bleibt der VfL noch über dem Strich. Der Kampf um den Klassenerhalt spitzt sich weiter zu.

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