Fußball – DFB-Pokal, 2. Runde: VfL reist zum Nachbarschaftsduell / Fragezeichen hinter Arnold

Mit Vollgas ins Achtelfinale

Die Szene wirkt trügerisch: Denn in der vergangenen Saison kam nicht der VfL Wolfsburg (links Renato Steffen) ins Stolpern, sondern die Hannoveraner. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr bezwangen die Grün-Weißen die „Roten“ mit 1:0.
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Die Szene wirkt trügerisch: Denn in der vergangenen Saison kam nicht der VfL Wolfsburg (links Renato Steffen) ins Stolpern, sondern die Hannoveraner. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr bezwangen die Grün-Weißen die „Roten“ mit 1:0.
  • Rouven Peter
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dpa/rp Wolfsburg. Gerade erst Selbstvertrauen getankt, schon geht es gleich weiter: Der VfL Wolfsburg reist heute Abend, 18. 30 Uhr, zum Zweitrunden-Spiel des DFB-Pokals zu Hannover 96 und hofft dabei, den Schwung aus Düsseldorf mitzunehmen.

Nach dem wichtigen 3:0-Erfolg im Rheinland reisen die Wolfsburger mit frischem Selbstvertrauen zum Nachbarschaftsduell. Dennoch sieht VfL-Coach Bruno Labbadia seine Mannschaft nicht in der Favoritenrolle. „Ich erwarte eine sehr, sehr intensive Partie, in der Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden.“ Dass beide Mannschaften am 9. November in der Fußball-Bundesliga schon wieder gegeneinander spielen, hat für den Trainer keine Bedeutung: „Dienstag ist Pokal, und da wollen wir eine Runde weiterkommen.“

Es spricht alles dafür, dass die Wölfe mit der Aufstellung aus dem Düsseldorf-Spiel starten. „Never change a winning team“, heißt ein bekanntes Sprichwort. Labbadia: „Es ist nicht so, dass wir aufgrund der englischen Woche automatisch rotieren müssen. Wir schauen natürlich, was wir bei dem Gegner machen müssen.“ Eine Rolle spiele besonders, wie es um die Einsatzmöglichkeiten seiner Spieler gestellt ist. Maximilian Arnold beispielsweise zog sich in Düsseldorf eine schwere Schienbeinprellung zu. Hinter seinem Einsatz steht noch ein Fragezeichen. Mit Felix Uduokhai und Admir Mehmedi kann Labbadia jedenfalls wieder planen. Beide haben ihre Verletzungen auskuriert und stehen für die Partie zur Verfügung. „Beide hätten mit der Brechstange schon in Düsseldorf dabei sein können. Wir haben aber gesagt, wir nutzen die zwei, drei Tage mehr, um sie im Training weiter zu fordern“, sagte Labbadia.

Die Besonderheit des Wettbewerbes ist allemal spürbar. Vergangene Spielzeit erreichte der VfL das Viertelfinale, scheiterte dort allerdings mit 0:1 beim FC Schalke 04. Wie das diesjährige Ziel des Pokalsiegers von 2015 aussieht, wollte Labbadia nicht gänzlich verraten, dennoch ließ er sich dahingehend in die Karten schauen: „Prinzipiell sollten wir immer das Ziel haben, bis in das Finale zu kommen. In Deutschland hat der DFB-Pokal einen großen Stellenwert und es macht einfach Spaß. Das weiß jeder, der schon einmal im Finale oder Halbfinale stand.“ Auch bei den Zuschauern, so Labbadia, merke man, dass sie „richtig Bock auf diese Spiele mit Endspielcharakter haben“.

Als Coach stand der 52-Jährige zweimal im Finale im Berliner Olympiastadion – jeweils einmal mit Bayer 04 Leverkusen (2009, 0:1 gegen Werder Bremen) und dem VfB Stuttgart (2013, 2:3 gegen Bayern München).

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