Fußball – Bundesliga: VfL Wolfsburg erwartet Hamburger SV zum Nord-Derby

Volle Hütte, volle Lotte!?

Noch einmal Volldampf vor der Länderspielpause: Wolfsburgs Profis (l. Josuha Guilavogui) wollen morgen im Heimspiel gegen den Hamburger SV noch einmal alle Kräfte mobilisieren und die Siegesserie ausbauen.
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Noch einmal Volldampf vor der Länderspielpause: Wolfsburgs Profis (l. Josuha Guilavogui) wollen morgen im Heimspiel gegen den Hamburger SV noch einmal alle Kräfte mobilisieren und die Siegesserie ausbauen.

Wolfsburg. So schön die rauschende Baller-Nacht auch war: Der VfL Wolfsburg muss seinen Fokus nach dem 5:1-Erfolg in der Europa League gegen FK Krasnodar ratz, fatz wieder auf das Kerngeschäft richten.

Am letzten Spieltag vor der Länderspielpause sollen im ausverkauften Heimspiel am morgigen Sonntag (15. 30 Uhr) gegen den Hamburger SV noch einmal drei Punkte aufs Konto wandern.

Dann hätten sich die Wölfe endgültig als Bayern-Gefolge etabliert. Trotz des neuen Vereinsrekords mit sieben Pflichtspielsiegen in Serie schlägt Manager Klaus Allofs vor dem Nord-Derby aber keine großkopferten Töne an. „Wir können das gut einordnen. Wir haben in Wolfsburg einen Menschenschlag, der nicht gefährdet ist, zu euphorisch zu werden.“ Immerhin ist, das HSV-Spiel inkludiert, erst ein Drittel der Saison absolviert. „Es gibt noch keinen Grund zur Selbstzufriedenheit. Wir stehen noch am Anfang unserer Entwicklung“, versucht Allofs, Bodenhaftung zu bewahren. Angesichts des starken Laufs der Wölfe könnte diese Aussage aber auch fast als Drohung an die Konkurrenz aufgefasst werden...

Chefcoach Dieter Hecking jedenfalls verspürt momentan „einen Riesenspaß“ bei den Auftritten seiner Riege und fiebert dem Duell mit dem Dinosaurier unter optimalen Rahmenbedingungen entgegen. „Das ausverkaufte Stadion haben wir uns durch die Leistungen der vergangenen Wochen verdient. Das wird eine tolle Atmosphäre.“ Der VfL hätte derzeit schlichtweg die nötige Konsequenz im Abschluss. „Die Mannschaft zeigt die Qualität, die auch in ihr steckt“, hob Hecking hervor.

Den neuerlichen Beweis gilt es gegen den Tabellenvierzehnten der Bundesliga anzutreten, der mit dem jüngsten 1:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen ein Lebenszeichen sendete. Nicht nur bei seinem Team hat Hecking einen positiven Trend ausgemacht. Auch die Raute-Flaute scheint vorbei zu sein. Hamburg „befindet sich im Aufbruch, es wird alles ruhiger im Umfeld“, sagte der Leitwolf und stellt sich auf heftigen Widerstand ein: „Der HSV spielt aggressiver als zu Saisonbeginn und versucht, ein hohes Pressing zu spielen und den Gegner früh zu attackieren.“

Die Mannschaft von Joe Zinnbauer („Wir fahren nicht nach Wolfsburg, um Punkte abzuliefern“) wird am Sonntag auf Nicolai Müller und Johan Djourou sowie voraussichtlich auch auf Valon Behrami zurückgreifen können. Fraglich ist lediglich der Einsatz von Linksfuß Marcell Jansen.

Von Ingo Barrenscheen

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