Fußball – Bundesliga: Wolfsburg zum Abschluss 2:2 in Köln

Vize! VfL jubelt auch ohne Punkte-Rekord

Best of the rest: Dank des 2:2-Unentschiedens beim 1. FC Köln bejubelten die Spieler des VfL Wolfsburg die verdiente Vizemeisterschaft in der nunmehr abgelaufenen Bundesliga-Saison. Doch das wahre Highlight wartet erst noch.
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Best of the rest: Dank des 2:2-Unentschiedens beim 1. FC Köln bejubelten die Spieler des VfL Wolfsburg die verdiente Vizemeisterschaft in der nunmehr abgelaufenen Bundesliga-Saison. Doch das wahre Highlight wartet erst noch.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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dpa/ib Köln. Konfettiregen und fröhliche Mienen hüben wie drüben: Die ausgelassene Partystimmung in Köln-Müngersdorf hatte am Sonnabend etwas von Karneval im Mai.

Aufsteiger 1. FC machte mit dem schiedlich friedlichen 2:2 (1:2)-Remis die 40 Punkte voll, der VfL Wolfsburg feierte die Vize-Meisterschaft.

Dass die Wölfe ihrerseits mit 69 Zählern den neuen Vereins-Rekord verfehlten, ging in den Lobeshymnen über eine fantastische Bundesliga-Saison unter. Das Lächeln in den Gesichtern von Manager Klaus Allofs und Trainer Hecking wollte einfach nicht verschwinden. „Das ist für uns wie ein Titel – auch wenn es ein inoffizieller ist“, sagte Allofs über Platz zwei hinter dem FC Bayern: „Das ist etwas ganz Großes.“ Beipflichtendes Nicken von Hecking: „Die Vizemeisterschaft ist sehr, sehr hoch einzuschätzen.“ Die Grün-Weißen hätten eine „fantastische Entwicklung“ genommen.

Vor den 49 200 Zuschauern war davon während der 90 Minuten nicht immer viel zu spüren. Schon nach drei Minuten lag der VfL durch Yuya Osako 0:1 zurück: Der Japaner nahm eine Vorlage von Marcel Risse auf und überwand Benaglio-Ersatz Max Grün mit einem Flachschuss aus halblinker Position. Dann indes blitzte vieles von dem auf, was Hecking im Anschluss an das letzte Punktspiel so intensiv würdigte. Luiz Gustavo (8.) und Ivan Perisic (15.) – nach einem kapitalen Fehler von Dominic Maroh und Vorlage von Daniel Caligiuri – sorgten für die Wolfsburger Führung.

Nach den turbulenten 15 Minuten verflachte die Begegnung. Für den FC hatte noch Kevin Wimmer bei einem Alleingang, aber schwachem Abschluss (39.), eine Chance. Eine höhere VfL-Führung der Gäste vergab Luiz Gustavo, der einen Kopfball nach einer Flanke des umtriebigen Kevin de Bruyne völlig freistehend neben das Kölner Gehäuse setzte (42.).

Den FC-Fans schien das Resultat egal zu sein: Sie feierten ihr Team, das sich schon vorzeitig den Klassenverbleib gesichert hatte, mit der La-Ola-Welle. Dem eingewechselten Slawomir Peszko gelang in der 61. Minute dann doch noch das gerechte 2:2, mit dem die Wolfsburger ihre Ausbeute aus der Meister-Saison egalisierten.

FC-Trainer Peter Stöger nahm sich für die neue Spielzeit einiges vor: „Nun kann man von einer Fünf davor träumen“ – so blickte der Österreicher auf die angestrebte Punkteanzahl 2015/2016 voraus.

Von Ingo Barrenscheen

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