Fußball – DFB-Pokal: Bendtner und Grün profitieren von Wolfsburger Zittererfolg

Viele Siege und zwei Gewinner

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Lass dich drücken! Wolfsburgs Manager Klaus Allofs (l.) herzt den Elfmeter-Helden Max Grün nach Spielschluss. Foto: dpa

mj Wolfsburg. Das ist das Beste, was mir bisher (in Wolfsburg) passiert ist. Nicklas Bendtner, gerade erst verpflichteter Angreifer von Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg, dürfte am Sonntag gleich doppelt aufgeatmet haben.

Zum einen, weil sich seine neuen Mitspieler mit dem glücklichen 5:4 nach Elfmeterschießen beim Zweitliga-Aufsteiger SV Darmstadt 98 in die 2. Runde des DFB-Pokals mogelten. Zum anderen, weil dem langen Dänen in Darmstadt das Debüt für die Wölfe dann noch erspart blieb.

Viel hätte Bendtner (kl. Foto) aber auch gar nicht zum Weiterkommen beitragen können. Wolfsburg trat zwar wie der Favorit auf, konnte die optische Überlegenheit aber nicht zu einem vorzeitigen Weiterkommen nutzen. Seine Grün-Weißen hätten es bis zum Ende einfach nicht verstanden, sich klare Chancen herauszuspielen, bemängelte VfL-Trainer Dieter Hecking, der seiner Mannschaft nach der „erwartet schweren Aufgabe“ und torlosen 120 Minuten aber keinen großen Vorwurf machen wollte.

So durfte sich einer unter den vielen Wolfsburger Siegern als großer Gewinner fühlen, dem in der Automobilstadt schon ein etwas zweifelhaftes Image anhaftete. Max Grün, Nummer zwei hinter dem dieses Mal grippeerkrankten Kapitän Diego Benaglio und in der letzten Saison nicht immer fehlerfreier Vertreter des Schweizers, rettete den VfL in die nächste Runde, hielt in der Elfer-Lotterie gegen Maurice Exslager und Milan Ivana. Zwar waren die Elfmeter nicht sonderlich gut geschossen. Grün war aber auch auf das Nervenspiel vorbereitet.

„Kompliment an meinen Torwarttrainer (Andreas Hilfiker/Anm. d. Red.), der Max Grün hervorragend eingestellt hat auf das Elfmeterschießen“, lobte Hecking, auf den – auch ohne größere Vorwürfe an sein Team – bis zum Saisonstart noch einige Arbeit zukommen wird. Denn bei Meister FC Bayern München (Freitag, 20.30 Uhr) wird dann deutlich mehr nötig sein, als nur ein gut eingestellter Torhüter, um den einen Punkt zu Spielbeginn zu sichern.

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