Fußball – Bundesliga: Personalprobleme vor Hoffenheim-Spiel

Viele Fragezeichen beim VfL

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Aufgrund von Rückenproblemen ist der Einsatz von VfL-Stürmer Daniel Ginczek gefährdet.

Sinsheim – Im Kampf um die begehrten Europapokal-Plätze steht Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg am 31. Spieltag vermutlich vor der letzten Chance.

Am Sonntag nämlich gastieren die Wölfe bei der formstarken TSG 1899 Hoffenheim, die ebenfalls ambitioniert in Sachen Europapokal ist.

„Es wird ein sehr, sehr interessantes Spiel“, glaubt VfL-Coach Bruno Labbadia. Beide Teams dürften aufgrund der Europa-Ziele mit offenem Visier spielen. Ohnehin zeigte sich die TSG zuletzt in bravouröser Form, holte 16 von 18 möglichen Zählern aus den letzten sechs Partien. Besonders Angreifer Ishak Belfodil ist derzeit die Personalie schlechthin bei den Kraichgauern.

Der Algerier schoss 15 Saisontore, allein elf davon in der Rückserie. Ihm gelingt derzeit alles. Aber auch bei den anderen Akteuren sollte Wolfsburg gewaltig aufpassen. „Es ist nicht nur Belfodil. „Sie haben zum Beispiel auch Andrej Kramaric, Ádám Szalai oder Nadiem Amiri“, warnt Labbadia vor der individuellen Klasse der Truppe von Coach Julian Nagelsmann, der – genauso wie Labbadia – den Verein zum Saisonende verlässt. Der junge Coach schließt sich nämlich Pokal-Finalist RB Leipzig an.

Beide haben also noch ein großes Ziel vor Augen: Das Erreichen des Europapokals. „Sie werden noch auf die Champions-League schielen“, glaubt Labbadia. Drei Punkte Rückstand haben die Hoffenheimer auf Rang vier. Ein Sieg gegen den VfL wäre dafür also bitternötig.

Für den Wolfsburger Übungsleiter, der im Sommer von Oliver Glasner abgelöst wird (das IK berichtete), sieht es personell aber nicht sonderlich gut aus. Während die Abwehrmänner Felix Uduokhai und Paul Verhaegh sicher ausfallen, steht hinter Stürmer Daniel Ginczek ein Fragezeichen. Dem Angreifer zwickt’s im Rücken, er konnte deshalb nicht trainieren.

Ebenfalls Probleme hat John-Anthony Brooks, Torschütze beim Last-Minute-1:1 am Montag gegen Frankfurt. Der Innenverteidiger laboriert an einer Innenbanddehnung, weshalb er nur Teile des Trainings absolvierte. Ganz schlecht steht es um einen Einsatz von Linksverteidiger und Leistungsträger Jérôme Roussillon, der muskuläre Probleme mit sich trägt. „Die Untersuchung hat nichts ergeben“, berichtet Labbadia. Ein Einsatz ist sehr unwahrscheinlich, denn auch Sprints sind kaum möglich. Mindestens ein U23-Akteur wird zum Abschlusstraining am heutigen Sonnabend dazustoßen. Das Lazarett könnte zum Wolfsburger Problem werden...

VON ROUVEN PETER

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