VfL-Fußballer erfüllen Pflicht und Vorgabe

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Gut gemacht: Wolfsburgs Ivan Perisic, der gegen Aalen als defensiver Mittelfeldspieler begann, gratuliert Verteidiger Timm Klose (l.) nach dessen 2:0.

mj/dpa Wolfsburg. Sicher weiterkommen! Die Fußballer des VfL Wolfsburg erfüllten in der 2. Runde des DFB-Pokals durch das 2:0 (1:0) über Zweitligist VfR Aalen gleichermaßen ihre Pflicht und die Vorgabe ihres Trainers Dieter Hecking. Vor nur 6 718 Zuschauern in der Volkswagen-Arena machten Diego (45.+2) und Timm Klose (82.) mit ihren Toren den Achtelfinaleinzug der Wölfe perfekt.

Die Wolfsburger bestimmten zwar von Beginn an die Partie und hatten mit über 70 Prozent klar mehr Ballbesitz. Sie taten sich aber sehr schwer, gefährlich in den Strafraum der Gäste zu kommen. Zu oft versuchten sie es mit hohen Flanken in die Mitte. Torchancen blieben so Mangelware.

Auch Diegos 1:0 mit einem von Sascha Traut abgefälschten Weitschuss sorgte für keine Verbesserung. Der VfL spielte zu umständlich und traf das zweite Mal erst nach einer Standardsituation: Klose köpfte einen Diego-Freistoß unhaltbar ins Netz.

Daniel Bernhardt im Aalener Tor hatte insgesamt überraschend wenig zu tun. Der Keeper, der für den Zweitliga-Stammtorhüter Jasmin Fejzic zwischen den Pfosten stand, durfte Spielpraxis sammeln und zeigte sich nur bei Fernschüssen etwas unsicher.

Die Wolfsburger Doppelsechs mit Luiz Gustavo und Ivan Perisic entwickelte zu wenig Druck aus dem defensiven Mittelfeld. Der in der Bundesliga zuletzt gesperrte Gustavo sorgte zumindest für Stabilität. Sein neuer Nebenmann Perisic, der erstmals in dieser Saison in einem Pflichtspiel auf dieser Position spielen durfte, war nur eifrig und bemüht. Dem ehemaligen Dortmunder unterliefen – auch später als Linksaußen – viel zu viele Fehler beim Stoppen und Passen.

Auch von den Wolfsburger Außen kam zu wenig. Marcel Schäfer in der ersten Halbzeit auf der linken Bahn konnte ebenso wenig für Gefahr sorgen wie auf der rechten Seite der früh verletzte Vierinha oder danach dessen Ersatzmann Daniel Caligiuri. Den geschickt verteidigenden Gästen half das. Sie spielten mit zwei Viererketten vor dem Torwart und lauerten auf schnelle Gegenstöße.

Die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck entwickelte dabei in der ersten Halbzeit sogar mehr Torgefahr und vergab bereits in der 4. Minute die erste große Chance, als Michael Klauß allein vor VfL-Keeper Diego Benaglio zum Schuss kam und verzog. Der 26-Jährige hätte die Partie alleine entscheiden können, vergab aber auch die zweite große Möglichkeit (40.), als er bei einem erneuten Konter am Tor vorbeischoss.

Die Lose für die nächste Runde im DFB-Pokal, die am 3.und 4. Dezember ausgetragen wird, zieht Bundestrainer Joachim Löw am Sonntag ab 18 Uhr (live in der ARD).

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