Fußball – Bundesliga: VfL Wolfsburg fährt knappen 1:0-Erfolg in Mainz ein

Verteidiger Tisserand trifft und rettet

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Mann des Spiels: Marcel Tisserand (Mitte, hier mit Jeffrey Bruma/l. und Robin Knoche) köpfte die Wölfe zum wichtigen 1:0-Auswärtssieg in Mainz.

Mainz – Der VfL Wolfsburg kann in der Bundesliga also doch noch gewinnen.

Nachdem das zuletzt gegen Paderborn, Düsseldorf sowie Hoffenheim (jeweils 1:1) nicht gelang, kehrten die Schützlinge von Trainer Oliver Glasner (der mit dem VfL ungeschlagen bleibt) in die Erfolgsspur zurück.

Bereits in Minute neun köpfte Verteidiger Marcel Tisserand den 1:0 (1:0)-Erfolg beim FSV Mainz 05 heraus. Für die Wölfe war es Saisonsieg Nummer drei.

Geschichte wurde übrigens am Sonnabend auch am Bruchweg geschrieben. Daran hatten die Wolfsburger ausnahmsweise aber keine Aktien. 05-Trainer Sandro Schwarz erhielt als erster Verantwortlicher überhaupt die Gelb-Rote Karte. Er hatte sich an der Seitenlinie mehrfach lautstark beschwert, in der Nachspielzeit dann sogar unerlaubt das Spielfeld betreten. Schiedsrichter Dr. Felix Brych zeigte Schwarz Gelb. Nach einer unsportlichen Klatsch-Reaktion des Mainzer Übungsleiters gab es dann die Ampelkarte.

Die Wölfe hingegen erwischten einen verheißungsvollen Start. Nachdem es zuletzt im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim einen frühen Rückstand hagelte, drehten die Grün-Weißen den Spieß diesmal um und trafen selbst nach nur neun Minuten. Nach einer kurz ausgeführten Ecke brachte Maximilian Arnold das Leder gefühlvoll in die Mitte und fand mit dem aufgerückten Tisserand in der Mitte einen dankbaren Abnehmer.

In bester Mittelstürmer-Manier stand der 26-Jährige kerzengerade in der Luft und köpfte unhaltbar zur 1:0-Führung für die Gäste ein. Allerdings musste der VfL in der Folge mehrfach auf der Hut sein und konnte sich bei Torhüter Pavao Pervan bedanken, der gegen Jean-Paul Boetius (6., 28.) und Robin Quaison (45.+1) dreimal die Null rettete. Der Mainzer Druck nahm immer weiter zu, doch auch die Wolfsburger hatten ihre Konterchancen. So beispielsweise durch den glücklosen Wout Weghorst (18.).

Hektischer wurde es nach Wiederbeginn. Durch Weghorst (49., 51.) oder auch Felix Klaus (71.) hätten die Wölfe, die ihre Konter oft zu unpräzise ausspielten, frühzeitig alles klar machen können, verpassten dies allerdings. Die 05er liefen hingegen immer wieder aufs Neue an – allerdings ohne Erfolg. Auch beim Versuch vom eingewechselten Alexandru Maxim, dessen Versuch Torschütze Tisserand gegen die Latte abfälschte (68.). Und noch einmal war Tisserand der Retter in der Not für den VfL. In der Schlussminute kratzte er gegen Adam Szalai das Leder von der Linie. Somit mussten die Gäste letztlich von einem glücklichen Dreier sprechen. Das sah auch Glasner so: „Wir sind sehr froh über diesen Sieg gegen unheimlich starke Mainzer. Ich bin richtig stolz auf meine Spieler dafür, mit welcher Leidenschaft und Inbrunst sie hinten heraus verteidigt haben.“ Genauso möchte er sein Team möglichst immer sehen.

VON FLORIAN SCHULZ

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