Fußball – Bundesliga: Arnold versteht Fan-Unmut / Parvan schaut sich Highlights nochmal an

Verständnis für Bolzplatzatmosphäre

Die Wolfsburger Fans schwiegen eine Halbzeit lang.

Wolfsburg – Das 1:1-Unentschieden des VfL Wolfsburg gegen die TSG Hoffenheim am gestrigen Abend hing am seidenden Faden. Bedanken durften sich die Wölfe bei Keeper Pavao Pervan, der den Punktgewinn sicherte.

Es sind drei Szenen, die zeigen, dass der VfL auf seinen Ersatztorhüter immer zählen kann – insbesondere, wenn Stammkeeper Koen Casteels, wie derzeit, verletzt fehlt.

In der 21. Minute war es Ihlas Bebou, der frei vor dem Torhüter auf den VfL-Kasten zulief. Pervan blieb lange stehen und hielt das Schüsschen fest. In der 88. Minute entschärfte der Österreicher einen Schuss von Sargis Adamyan nach einem Konter. Die Parvan-Szene des Spiels – auch sein persönliches Highlight – ereignete sich aber kurz vorher, in Minute 81.

Da hatte TSG-Spieler Christoph Baumgartner abgeschlossen, Pervan lenkte das Leder bravourös um den Pfosten herum. „Das ist glaube ich ein bisschen untergegangen im Stadion, aber ich habe mich riesig gefreut. Ich hoffe natürlich, dass es eine Aufnahme gibt, die ich mir anschauen kann.“ VfL-Mittelfeldspieler Maximilian Arnold lobte seinen Teamkollegen als letzte Instanz: „Er ist wichtig, ganz wichtig.“

Ein großes Thema war auch der Stimmungsboykott in Hälfte eins. Während die Wolfsburg-Fans aufgrund des unbeliebten Montagabends eine Halbzeit lang still blieben, reiste die Hoffenheimer Szene gar nicht erst an. „Ich kann es verstehen, speziell für die Auswärtsfans. Wenn man hin und zurück 800 Kilometer fahren muss, dann ist das ein Brett“, betonte Arnold. Der Mittelfeld-Dirigent findet für die Atmosphäre auch einen treffenden Vergleich: „Wenn 20 000 Leute leise sind, ist das so, wie wenn man auf dem Bollplatz spielt.“ Gut für die Fans: Ab 2021 wird die Anstoßzeit abgeschafft.  rp

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