„Vernünftig“: Benaglio früher zurück

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Beifall von Diego Benaglio: Wolfsburgs Keeper begrüßte die vorzeitige Abreise vom Schweizer Nationalteam.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Großzügige Geste von Ottmar Hitzfeld: Der Trainer der Schweizer Fußball-Nationalmannschaft hat Diego Benaglio frühzeitig wieder aus dem Trainingslager der Eidgenossen abdüsen lassen. So stand der zuletzt verletzte Keeper gestern unverhofft wieder auf dem Trainingsplatz bei seinem Klub VfL Wolfsburg.

Unverhofft kommt oft: Bereits am Dienstag hatte Hitzfeld erklärt, dass er Benaglio im Testspiel gestern Abend gegen die Ukraine schonen werde. Und der Coach der Nati ging sogar noch weiter: Er ließ seinen Stammtorwart abreisen. Sehr zur Freude des Spielers und der Wölfe. „Wir wollten einfach kein Risiko eingehen, da ich seit meiner Verletzung nur zwei Einsätze hatte. Es macht mehr Sinn, wenn ich das Länderspiel aussetze, denn drei Spiele in einer Woche kommen vielleicht zu früh“, meinte Benaglio und schob hinterher: „Mit dieser Lösung ist auch dem VfL gedient.“ Immerhin hatte dieser vier Wochen lang auf seine Nummer eins verzichten müssen, weil er im EM-Quali-Spiel trotz vorheriger Verletzung eingesetzt worden war und prompt wieder ausfiel. Ein ähnlich gelagerter Fall bei Mark van Bommel hatte zwischen Bayern München und dem holländischen Fußball-Verband einen Dauer-Zwist ausgelöst. Der VfL dürfte das Entgegenkommen von Hitzfeld indes wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Benaglio sieht im Verzicht auch die bessere Lösung: „Natürlich stehe ich lieber auf dem Platz, aber manchmal muss man eben auch vernünftig und vorsichtig sein.“ So kann sich der Schlussmann mit dosierten Einheiten auf das wichtige Auswärtsspiel der Wölfe am Sonntag beim FC St. Pauli vorbereiten. Auch Sascha Riether und Simon Kjaer dürften dann zur Verfügung stehen: Beide VfL-Spieler waren gar nicht erst zu ihren Nationalteams gereist, stiegen gestern aber nach zweitägiger Pause wieder ins (Regenerations-)Training ein. Heute haben die Wolfsburger Profis frei.

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