Fußball – Bundesliga: Wolfsburg unterliegt bei RB Leipzig 0:2

Verlierer im Europa-Rennen

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Robin Knoche (l.) und Jérôme Roussillon (r.) hatten viel zu tun. 

Leipzig – Wenn man nach dem wohl größten Verlierer des 29. Spieltags suchen würde, dann dürfte der VfL Wolfsburg sicherlich im Kreise der Favoriten sein.

Der Fußball-Bundesligist verlor auswärts bei RB Leipzig verdient mit 0:2 (0:2) und rutschte so vom sechsten Rang auf den neunten Platz herunter. Ein Rückschlag im Kampf um Europa.

Die Leipziger erwischten einen guten Start ins Spiel, führten bereits nach einer halben Stunde 2:0 (Kevin Kampl und Timo Werner trafen) und ließen so gar keine Zweifel aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen würde. Die Kritik von VfL-Stürmer Daniel Ginczek war deutlich: „Wir waren auf dem Platz von A bis Z die schlechtere Mannschaft. Die Einstellung wie beim 1:0-Hinspielsieg hatten wir nicht.“

Schnell aufhalten wollen sich die Wolfsburger mit der dritten Auswärtsniederlage in Serie nicht. Denn mit den Top-Teams der Liga ist der VfL aktuell nicht auf Augenhöhe. 0:6 in München, 0:2 in Dortmund und nun 0:2 in Leipzig. „Der Qualitätsunterschied war da“, gestand Stürmer Wout Weghorst. Mit Eintracht Frankfurt kommt am Ostermontag die nächste Spitzenmannschaft nach Wolfsburg.

In Leipzig lag es allein an Torhüter Pavao Pervan, dass das Ergebnis nach den frühen Toren nicht deutlich höher ausfiel. Der Vertreter des verletzten Stammkeepers Koen Casteels wehrte vor allem in der zweiten Hälfte mehrere Großchancen von Nationalspieler Werner ab. „Ihm ist es zu verdanken, dass wir nicht fünf oder sechs Dinger kassiert haben“, lobte Ginczek die Leistung des Österreichers.

Pervan wird voraussichtlich bis zum Saisonende den an einer Muskelverletzung leidenden Casteels vertreten. Zumindest zeigte der 31-Jährige in Leipzig, dass der VfL kein Torwart-Problem haben wird. „Er hat gut gespielt. Was zu halten war, hat er gehalten, vielleicht auch den einen oder anderen, der nicht zu halten war“, lobte VfL-Geschäftsführer Sport Jörg Schmadtke.

Der Gelobte war zwar mit seiner Leistung zufrieden, doch selbstverständlich hätte er lieber die drei Punkte mitgenommen. „Man freut sich natürlich, wenn man die Mannschaft irgendwie im Spiel halten kann“, sagte der Keeper, der im vergangenen Sommer vom österreichischen Club Linzer ASK kam. „Im Nachhinein überwiegt aber die Enttäuschung.“

Und das völlig zurecht. Möchten die Wolfsburger nach drei Jahren Abstinenz wieder im Europapokal mitwirken, müssen sie auch mal den einen oder anderen Zähler gegen Mannschaften wie RB Leipzig holen. Die Chancen haben sie in den kommenden Wochen zu Genüge. Nach dem Spiel gegen die Frankfurter Eintracht geht es für die Wölfe zur TSG Hoffenheim. Ein weiterer Kontrahent um die heiß begehrten Fahrkarten nach Europa...

VON TOBIAS BRINKMANN UND ROUVEN PETER

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