Unvergessenes 3:4-Trauma

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Josué und Co. haben bis heute die 3:4-Niederlage gegen den FSV Mainz 05 nicht vergessen.

Wolfsburg - Von Arek Marud. Die Zahl derer, die der Auffassung sind, Mainz 05 wäre der Auslöser für die miserable Wolfsburger Hinrunde, ist beachtlich. Das 3:4 nach 3:0-Führung war der Anfang vom Ende der VfL-Herrlichkeit. Wenigstens sollen die Mainzer im Rückspiel (Sonnabend, 15.30 Uhr) dafür büßen.

Steve McClaren denkt noch immer mit Schaudern an diese denkwürdige, ja historische Bundesliga-Pleite zurück. Sie habe wehgetan, gibt der VfL-Trainer zu. Das brutale 3:4 entwickelte in der Folgezeit eine Eigendynamik. „Es hat lange gedauert, dieses Spiel zu verarbeiten, insofern erinnere ich mich nicht gerne daran.“ Der VfL geriet in eine Abwärtsspirale: 2:3 nach 2:0-Vorsprung gegen Leverkusen, 2:2 gegen Schalke, ebenfalls nach einem 2:0. Das Mainz-Trauma und die verheerenden Folgen: „Die Niederlage hat der Mannschaft einen Knacks gegeben und sie letztlich für die gesamte Hinrunde belastet“, glaubt McClaren. „Nun bin ich gespannt auf das Rückspiel und hoffe, dass die Erinnerung an Mainz anschließend eine andere ist.“ Obwohl der FSV inzwischen etwas von seinem sensationellen Anfangsschwung eingebüßt und drei der vergangenen vier Spiele verloren hat, hält McClaren große Stücke auf den Gegner, „der völlig zu Recht auf Platz drei steht. Wir treffen auf ein hervorragendes Team und stehen vor einer schwierigen Herausforderung.“ Unbequemes Auftaktprogramm hin oder her. Wolfsburg ist nach sieben Remis in Folge zum Siegen verdammt. Ein gutes Spiel gegen die Bayern (1:1) war nicht mehr als eine kleiner Neuanfang. McClaren gefiel die Reaktion nach der Katastrophen-Hinrunde. Im Spiel und im Training. Nachhaltigkeit ist der nächste Schritt aus der tiefen Krise. „Ein gutes Spiel ist nicht genug. Für die richtigen Ergebnisse braucht es Kontinuität und im ersten Schritt eine entsprechende Einstellung, so wie in der letzten Stunde gegen Bayern.“ In Mainz bleibt man unbeeindruckt. „Wolfsburg bekommt hier nichts geschenkt. Wir haben das Zeug zu gewinnen“, sagt Trainer Thomas Tuchel.

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