„Unheimlich bitter": HSV hadert – McClaren erleichtert

Der eine traf den Pfosten, der andere das Tor: Heiko Westermann (r.) hatte Pech, Edin Dzeko durfte beim 1:0 jubeln.

ib Hamburg. Nein, so hatte sich Armin Veh die erste Konfrontation mit seinem Ex-Klub nicht vorgestellt. Unmittelbar nach Abpfiff flüchtete der Trainer des Hamburger SV gestern in die Katakomben, musste die 1:3-Pleite gegen Wolfsburg erst einmal kurz sacken lassen.

Um dann seinen tief sitzenden Frust über die erste HSV-Niederlage unter seiner Regie rauszulassen: "Das war unheimlich bitter für uns, wir haben klar dominiert und hatten unheimlich viele Chancen", haderte Veh mit der Ungerechtigkeit des Seins an diesem Mittwochabend. Auch Mladen Petric, bisher von seinem Vorgesetzten eher links liegen gelassen und nur aufgrund von Ausfällen in der Hamburger Startformation, konnte es kaum fassen: "Wir waren die klar bessere Mannschaft, nur der Ball ging nicht rein. Wolfsburg hat drei Konter gespielt und dreimal rappelt‘s. Das darf uns nicht passieren." Nur die halbe Wahrheit. Zwar bestimmte der HSV in der Tat das Spiel, Überraschungsmomente aber waren eher selten – und bei den wenigen Wolfsburger Attacken zeigte sich Vehs Team anfällig. Unverdient war der Sieg für die cleveren Wölfe so gesehen nicht. Und "sehr wichtig" obendrein, atmete Trainer Steve McClaren auf. "Wir waren gut organisiert und haben sehr diszipliniert und kompakt gespielt." Als nicht so gut organisiert entpuppte sich der Ordnungsdienst. Kurz vor Spielende enterten zwei Flitzer das Spielfeld. Wenigstens zwei Hamburger, die ihren Spaß hatten …

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