Fußball – Europa League: VfL-Manager Allofs fiebert Start bei Everton entgegen

„Ungetrübte Vorfreude“

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Wolfsburgs Manager Klaus Allofs (2.v.l.) stellte sich bei der Pressekonferenz zum Start der Europa League am Donnerstag den Fragen von Matthias Killing (l.). Und beschenkte den TV-Moderator an seinem Geburtstag mit einem Wolfsburger Trikot. Fotos: Jansen

Wolfsburg. 2009 wurde nicht nur der VfL Wolfsburg Deutscher Meister. Es war auch das Jahr, als letztmals ein deutscher Verein ins Endspiel der Europa League einzog. Klaus Allofs weiß das nur allzu gut, immerhin war er damals Manager von Finalist Werder Bremen.

Womöglich ein gutes Omen für die Wölfe, die dem Auftaktspiel der Gruppenphase beim FC Everton am Donnerstag (21. 05 Uhr, live auf Kabel1) entgegenfiebern.

Die Bundesliga-Bilanz der vergangenen Jahre in der Europa League war überschaubar. Allofs hofft auf frische Meriten, nachdem zuletzt 1997 die Eurofighter vom FC Schalke 04 das Vorgänger-Modell Uefa-Cup gewannen. „Es gibt eine Menge nachzuholen und wir möchten gleich damit beginnen“, betonte Wolfsburgs Manager vor dem Donnerstag-Debüt. Seine Erwartungen und Hoffnungen an das internationale Geschäft seien „nicht allzu gering“. Trotz der Tatsache, dass der VfL neben Premier League-Vertreter Everton mit dem OSC Lille und FK Krasnodar eine Gruppe erwischt hat, „die ich selbst nicht so zusammengestellt hätte“, erklärte Allofs. Nichtsdestotrotz sieht er die Grün-Weißen als Mitfavoriten. „Wir haben gezeigt, dass wir auf diesem Niveau mithalten können“, unterstrich der 57-Jährige.

Wohl gemerkt in der Vorsaison. Aktuell vermitteln die Wölfe nicht den Eindruck, die Begehrlichkeiten erfüllen zu können. Nur zwei Zähler bisher im Bundesliga-Alltag: Von einem Fehlstart wollte der VfL-Vorreiter nicht sprechen. „Ich weigere mich, nach drei Spieltagen zu sagen, wir sind nicht auf dem richtigen Weg“, stellte Allofs klar. Zufrieden ist er freilich nicht mit der Ausbeute.

Dennoch spürt er „ungetrübte Vorfreude“ auf die Rückkehr auf die europäische Bühne. „Darauf haben wir lange gewartet und wir sind alle gespannt, was uns erwartet“, sprach er dem Club aus der Seele. Mit einem Spiel auf der Insel zu starten, sei obendrein noch ein Bonbon.

Bei allem Bestreben denkt Allofs nur von Schritt zu Schritt, will zunächst „die Gruppenphase überstehen. Dann hoffe ich auf Lose, die lösbar sind.“ Wobei sich im Wettbewerb reichlich Vereine von Rang tummeln. Zumindest aus dieser Sicht mehr als nur ein Champions League-Miniaturformat.

Von Ingo Barrenscheen

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