Fußball – Bundesliga: Mainz und Wolfsburg trennen sich zum sechsten Mal in Serie pari-pari

Unentschieden – was sonst!?

Koen Casteels streckt sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte scheinbar vergeblich – doch das Mainzer Tor wird wegen Abseitsstellung von Stefan Bell nicht anerkannt.
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Koen Casteels streckt sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte scheinbar vergeblich – doch das Mainzer Tor wird wegen Abseitsstellung von Stefan Bell nicht anerkannt.

dpa/ib Mainz. Das halbe Dutzend ist voll: Am gestrigen Abend setzte sich die trostlose Unentschieden-Serie zwischen dem FSV Mainz 05 und dem VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga nahtlos fort.

Beide Mannschaften trennten sich nach einer eher niveauarmen Partie mit einer Nullnummer – damit endete das sechste direkte Duell der beiden Mannschaften nacheinander Remis.

Zumindest nach Aluminium-Treffern lagen die Wölfe unter dem Strich mit 2:1 vorne. Zahlen, die am Ende keinen Wert haben. Grundsätzlich ließen die Rheinhessen und die Wölfe in weiten Teilen Tempo, Spielwitz und Aggressivität vermissen. Für Grün-Weiß war es das dritte sieglose Spiel in Serie nach dem Top-Start. Dennoch liegen Mainz wie Wolfsburg mit jeweils acht Punkten noch im oberen Tabellendrittel.

Absolut kein Überflieger-Spiel... Elvis Rexhbecaj (unten), überraschend in Wolfsburgs Startelf und die Mainzer trennten sich 0:0.

Die besten Chancen hatten vor enttäuschenden wie enttäuschten 19205 Zuschauern wohl gemerkt die Wolfsburger, bei denen die in die Startelf gerutschten Josip Brekalo (23.) und Daniel Ginczek (78.) nur den Pfosten trafen. Allerdings wackelte in der Nachspielzeit mit der allerletzten Aktion der Partie auch das Wolfsburger Gebälk kräftig: Das Mainzer Eigengewächs hatte sich ein Herz gefasst und das Leder an die Unterkante der Latte geknallt. Glück für die Mannschaft von Bruno Labbadia, nicht noch auf den allerletzten Drücker als Verlierer vom Platz zu gehen.

Nachdem beide Teams am Wochenende ihre ersten Niederlagen in dieser Saison kassiert hatten, bauten die Trainer ihre Startformationen um. Labbadia brachte nach dem 1:3 gegen Freiburg drei Neue, von denen anfangs vor allem Brekalo für Offensiv-Schwung sorgte. Der Kroate versuchte es mit Schüssen aus der Distanz (11./16.) und traf wenig später nur das Aluminium (23.). Bei den Mainzern brachten die vier Änderungen im Vergleich zum 0:1 in Leverkusen auch nicht die erhoffte Inspiration. Die Wolfsburger waren die etwas engagiertere von zwei doch recht verhaltenen Riegen. Eine weitere Chance zur Führung der Gäste vereitelte der gute Mainzer Torwart Florian Müller, der gegen Brekalo reaktionsschnell mit dem Fuß zur Ecke abwehrte (38.).

Sein Gegenüber Koen Casteels stand nur zweimal kurz vor der Pause im Fokus. Zunächst fiel der Belgier bei einem Schuss von Anthony Ujah an das Außennetz etwas unglücklich auf den Ellbogen (43.), konnte aber weiterspielen. Und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte lag der Ball plötzlich im Wolfsburger Tor. Doch beim Schuss von Jean-Philippe Gbamin (45.+3) stand Stefan Bell direkt im Sichtfeld vor Casteels, so dass der Treffer zurecht wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt wurde.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung spannungsarm. Daran konnte auch Heimkehrer Yunus Malli nichts ändern: Der Ex-Mainzer kam nach 70 Minuten für den angeschlagenen Admir Mehmedi und versuchte, das Wolfsburger Offensivspiel ein wenig zu beleben. Von den Zuschauern wurde Malli kühl empfangen - hätte aber fast über den Führungstreffer seines Angriffskollegen Daniel Ginczek jubeln dürfen. Der Ex-Stuttgarter, der bei seinem Startelf-Debüt im Sturm eher blass geblieben war, traf aber wie Brekalo nur den Pfosten (78.).

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