Umstrittener Tritt: Diego droht nachträgliche Sperre

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VfL-Spielmacher Diego (l.) droht nach seinem leichten Nachtreten im Spiel gegen Leverkusen eine Sperre

am Wolfsburg. Das (leichte) Nachtreten und die Folgen: Wolfsburgs Spielmacher Diego droht eine nachträgliche Sperre nach einem "versteckten" Tritt gegen Leverkusens Arturo Vidal bei der 2:3-Niederlage am vergangenen Sonnabend. Allerdings hoffen die VfL-Verantwortlichen, dass der Brasilianer glimpflich davon kommt.

"Ich glaube nicht, dass es dafür eine Sperre gibt", sagte Trainer Steve McClaren. Auch Manager Dieter Hoeneß sah eher eine Abrollbewegung denn ein gezieltes Nachtreten gegen Vidal, dem er "pure Provokation" unterstellte. "Ich habe die Situation nicht gesehen und deshalb nicht beurteilt", sagte Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (42) am Sonntag. Deshalb ermittelt nun der DFB-Kontrollausschuss und könnte ein Verfahren gegen Diego einleiten. Dann droht dem Hitzkopf und Regisseur eine Sperre zwischen ein und drei Spielen. Immerhin haben die Leverkusener das vermeintliche Foul heruntergespielt und Diego keine pure Absicht unterstellt. "Das war nichts Schlimmes", kommentierte Leverkusens Sportdirektor die umstrittene Szene. Ein anderer zeigte sich dafür selbstkritisch. Torwart Marvin Hitz nahm den Patzer beim 1:2 auf seine Kappe. "Wenn ich rauskomme, muss ich den Ball halten." Der Keeper wirkte geknickt, hatte er doch die Wende eingeleitet. "Schon wahr, das Spiel ist nicht gerade gut gelaufen für mich. Aber Fehler passieren."

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