Überraschende Rückkehr: Hleb braucht aber noch Zeit

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Alexander Hleb (l.) feierte sein Debüt für den VfL, ist aber nach langer Pause noch lange nicht bei 100 Prozent.

dpa/am Wolfsburg. Eine Niederlage bei der Premiere – so hatte sich Alexander Hleb seine Bundesliga-Rückkehr nicht vorgestellt. „Ich bin sehr enttäuscht, weil es mein erstes Spiel für den VfL war“, sagte er nach der Wolfsburger 2:3-Pleite gegen Hertha BSC. VfL-Coach Felix Magath hatte den Weißrussen überraschend in die Startelf gestellt. Damit hatte selbst der 30-Jährige nicht gerechnet.

„Ich dachte, dass ich eher später eingewechselt werde“, gab der Ex-Stuttgarter zu. Hleb hat bereits beim VfB unter Magath gespielt. Der Trainer hält viel von dem Mittelfeldstrategen und holte ihn als Leihgabe vom FC Barcelona nach Wolfsburg. „Er ist noch nicht in top-konditioneller Verfassung, war aber mitverantwortlich für unser gutes Offensivspiel“, urteilte Magath über das Hleb-Debüt.

Wegen einer schweren Knieverletzung musste Hleb längere Zeit pausieren. „Das Knie hat sich nicht hundert Prozent gut angefühlt, aber es war okay. Natürlich muss ich noch viel mehr trainieren und an meiner Fitness arbeiten“, sagte der Hoffnungsträger, der mehr laufen musste, als ihm lieb war. „Wir haben nicht kompakt gespielt, es war immer ein Loch da. Gegen Ende der ersten Halbzeit fehlte mir die Kraft.“

Kraft, die er sich nicht nur im Training holt, sondern auch auf dem Spielfeld. „Ich brauche den Rhythmus. Denn der Trainingsrhythmus ist ein anderer.“ Hleb weiß, dass ein beschwerlicher Weg auf ihn wartet. „Ich bin erst bei 75 Prozent. Nach fünf Monaten Pause ist es nicht einfach.“

Der Leihvertrag mit Barca endet mit Ablauf der Hinrunde im Dezember. Ob er verlängert wird, ist laut Magath offen. „Es gibt keine Tendenz, die Vertragssituation ist so, wie sie ist. Er soll erst richtig fit werden“, sagte Magath, der trotzdem allmählich auf Erkenntnisse angewiesen ist. „Er muss langsam spielen, weil wir entscheiden müssen, ob es für ihn weiter geht oder nicht.“ Hleb, der den VfL pro Einsatz 100 000 Euro kostet, macht sich nicht verrückt. „Ich habe keinen Druck“, betonte der Bundesliga-Rückkehrer.

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