Überragender de Bruyne: Bescheiden mit Bodenhaftung

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Trio triumphale: Wolfsburgs Ivica Olic, Kevin de Bruyne und Ivan Perisic (verdeckt, v.l.) besiegten Nürnberg fast im Alleingang.

mj Wolfsburg. Geduscht und mit einem Rucksack auf den Schultern schlenderte Kevin de Bruyne durch die VW-Arena. Den Rucksack, den die VfL-Verantwortlichen wegen der hohen Ablöse auf seinen Schultern lange vermuteten, hatte der Belgier beim 4:1 gegen Nürnberg endgültig abgelegt.

„Überragend“, lobte VfL-Trainer Dieter Hecking den Auftritt des Rotschopfs, der mit großer – bisher nicht gekannter – Leichtigkeit seine Qualitäten zur Schau stellte und gleich drei Treffer einleitete. „Kevin war an allen gefährlichen Situationen beteiligt“, sagte Manager Klaus Allofs, der de Bruyne zur Krönung des Gala-Auftritts noch ein Tor gewünscht hätte. „Drei Vorlagen sind doch ein Tor. Meinetwegen könnte man das so werten. Es ist letztlich immer besser, ein Tor gemacht zu haben. Das gibt den Rest an Sicherheit“, erklärte der Ex-Stürmer nach de Bruynes „bestem Spiel“ im Wolfsburger Trikot.

Das beste Spiel für die Wölfe sei es vielleicht gewesen, wohl aber das effizienteste, korrigierte der Belgier. Die Leistungen würden zu sehr an Toren und Vorlagen gemessen, beschwerte er sich. Und den Druck von außen habe er auch nicht gespürt. „Ich war auch vorher schon glücklich und habe gut gespielt. Jetzt komme ich aber langsam in Form“, meinte de Bruyne bescheiden und verschwand mit leichtem Gepäck. Ohne großen Rucksack und Ballast.

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