Fußball – Bundesliga: VfL Wolfsburg bucht durch 3:1 in Paderborn die Champions League und bleibt Tabellenzweiter

Über Ostwestfalen ins Glück: Königsklasse!

Dank Timm rollt der Taler! Wolfsburgs Innenverteidiger Timm Klose (2. v. r.) köpfte den VfL Wolfsburg in Paderborn auf die Siegerstraße und damit direkt in die Champions League. Der VfL will nun unbedingt die Vizemeisterschaft gewinnen.
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Dank Timm rollt der Taler! Wolfsburgs Innenverteidiger Timm Klose (2. v. r.) köpfte den VfL Wolfsburg in Paderborn auf die Siegerstraße und damit direkt in die Champions League. Der VfL will nun unbedingt die Vizemeisterschaft gewinnen.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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dpa/ib Paderborn. Die ostwestfälische Luft scheint derzeit das Lebenselixier für den VfL Wolfsburg zu bilden. Vor dem Auftritt beim SC Paderborn hatten die Wölfe nur eines von sechs Pflichtspielen gewonnen: das Pokal-Halbfinale in Bielefeld.

Gestern die Rückkehr nach Ostwestfalen und der Bundesliga-Befreiungsschlag! Durch das 3:1 (2:0) buchte der Deutsche Meister von 2009 zum zweiten Mal die Champions League!.

Vor allem Bas Dost amüsierte sich königlich, scheint nach dem Ende der Durststrecke gegen Hannover 96 und dem gestrigen Doppelpack (25., 82.) auf der Saison-Zielgeraden noch einmal in Fahrt zu kommen. Nach einer Ecke hatte vorab Timm Klose mit seinem ersten Treffer im VfL-Trikot (16.) die Führung für die Grün-Weißen hergestellt. Lukas Rupp (90.+1), eine Woche zuvor noch der Held für den wackeren Aufsteiger, betrieb in der Nachspielzeit noch Ergebniskosmetik.

Der SC Paderborn verpasste so den Sprung auf Tabellenrang 14, nachdem Freiburg, Hamburg und Hannover 96 nur einen Punkt geholt hatten. Dabei hatte der SCP vor dem Spiel noch einmal alles mobilisiert. Das vom Club für den Endspurt ausgerufene Motto „Lass mal erstklassig bleiben“ setzten die Gastgeber aber vor 14 659 Zuschauern nicht um. Auch gegen den Pokalfinalisten bekam der Außenseiter mit der schlechtesten Abwehr aller Bundesligisten seine Defensiv-Probleme nicht in den Griff.

Paderborns einzige Spitze Lukas Rupp (11.) setzte nach einem relativ ruhigen, aber engagierten Beginn beider Teams einen ersten Warnschuss ab. Auch Moritz Stoppelkamp (37., 41.) vergab gute Chancen. Insgesamt aber enttäuschte die Elf von Coach André Breitenreiter vor den Partien auf Schalke und gegen den VfB Stuttgart. Von dem von Breitenreiter beschriebenen „Brennen und Leuchten in den Augen“ der Spieler war nicht viel zu sehen.

Wolfsburg beschränkte sich nach der Pause auf das Verwalten der Null, leistete sich dabei aber einige gefährliche Ballverluste. Doch auch der eingewechselte Ex-Wolfsburger Srdjan Lakic brachte keinen neuen Schwung – vielmehr sorgte Wolfsburgs wieder aufgeblühter Torgarant Dost für die Vorentscheidung, ehe Rupp noch zum Ehrentreffer kam.

„Die Reaktion in der zweiten Halbzeit war absolut super. Wir haben den Kopf immer oben behalten und am Ende Gott sei Dank noch ein Tor gemacht. Das soll uns auch Selbstvertrauen geben für die beiden letzten Spiele“, sagte Coach Breitenreiter.

Dem VfL reichte eine routinierte zweite Hälfte, um den zweiten Tabellenrang hinter dem alten und neuen Meister FC Bayern München nach einem Tag Gladbacher Okkupation wieder an sich zu reißen.

Von Ingo Barrenscheen

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