Fußball – Bundesliga: Uduokhai fordert im letzten Spiel gegen Köln: „Müssen wie bei einem WM-Finalspiel da rangehen!“

Trotz Häme: Kein Labbadia-Rauswurf vor Endspiel(en)

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Koen Casteels (rechts) war mal wieder bester Wolfsburger, konnte die vier Einschläge aber nicht verhindern.

ct Leipzig. Wie schon bei seinem ersten Spiel als Chefcoach des VfL Wolfsburg gegen Mainz 05 unkten die Anhänger aus der Autostadt auch gegen Leipzig wieder: „Wir steigen ab, wir kommen nie wieder – wir haben Bruno Labbadia.“

Die Fanmeinung spiegelt indes nicht die Meinung des Vereins wider. Dieser hatte sich in Person von Geschäftsführer Tim Schumacher für den Verbleib des erfolgslosen Trainers entschieden.

„Wir stehen voll hinter dem Trainer und sind weiterhin davon überzeugt, dass wir die fehlenden Punkte für die Relegation holen werden“, sagte Schumacher der „Bild am Sonntag“. Und dabei ist sogar der direkte Klassenerhalt ohne den Umweg Relegation möglich. In eigener Hand hat der VfL dies aber nicht mehr.

Bei einem Sieg über das abgestiegene Schlusslicht Köln und zeitgleicher Niederlage des SC Freiburg gegen den FC Augsburg, wären die Wölfe gerettet. Gewinnt der VfL dagegen, aber Freiburg verliert nicht, geht es in die Relegation. Direkt absteigen kann der VfL nur, wenn er verliert und der HSV gegen Gladbach gewinnt, oder wenn Wolfsburg remis spielt und der HSV das um zehn Tore schlechtere Torverhältnis egalisiert. Ein Punkt gegen Köln sollte also im Normalfall für den Relegationsplatz reichen.

Dass die zweite Extrarunde in Folge nun das Minimalziel auch von Trainer Bruno Labbadia ist, ist logisch: „Wir müssen uns an den Sachen hochziehen, die wir gut gemacht haben. Wir haben es selber in der Hand, zumindest was die Relegation betrifft. Da darf man sich nicht aufgeben.“ Dass Labbadia noch die richtigen Worte für die Mannschaft hat, scheint indes fraglich. Selbst die Maßnahme des Kurztrainingslagers in Teistungen verpuffte nach nur wenigen starken Minuten, als RB die Kontrolle übernahm.

Trost für den patzenden Felix Uduohkai (rechts). Bruno Labbadia musste seinen Unglücksraben nach dem Spiel aufbauen.

„Wir haben jetzt ein Endspiel, da müssen wir alles mobilisieren, wir müssen wie bei einem WM-Finalspiel da rangehen!“, sagte Unglücksrabe Felix Uduokhai. Auch Urgestein Maximilian Arnold wirkte erneut stark geknickt: „Das ist die pure Enttäuschung. Wir wollten den Fans etwas zurückgeben, aber das gelingt uns nicht, es hat heute gar nichts geklappt.“ Arnold betonte: „Wir müssen uns zusammenreißen und gemeinsam das letzte Spiel so angehen, dass wir in der Liga bleiben. Nur das zählt. Egal wie.“

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