Traumfinale ja – aber mit VfL!

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Hände zum Himmel: Ein wenig Beistand könnte der VfL Wolfsburg und Trainer Dieter Hecking beim Halbfinale in Dortmund schon gebrauchen. Die Wölfe sind Außenseiter.

Wolfsburg - Von Matthias Jansen. Sonnabend, 17. Mai: Das DFB-Pokalfinale in Berlin. Ein Traum für jeden Fußballer. Auch für die Kicker des VfL Wolfsburg. Vor dem heutigen Halbfinale seiner Wölfe bei Borussia Dortmund (20.30 Uhr) stellte Trainer Dieter Hecking unmissverständlich klar, dass das deutsche Traumfinale nicht zwangsläufig FC Bayern München gegen Borussia Dortmund heißen muss.

„Realistisch betrachtet, ist diese Meinung vielleicht sogar berechtigt. Jeder erwartet das Traumfinale. Mal sehen, ob es das Finale, was jeder erwartet, auch wirklich gibt. Wir können dieses Traumfinale auch spielen“, sieht Hecking seine Riege bei den Westfalen nicht chancenlos. Das 1:2 in der Bundesliga vor zehn Tagen habe gezeigt, „dass wir dem BVB weh tun können. Diese Chance wollen wir versuchen zu nutzen. Wenn Dortmund uns den Fuß in die Tür bekommen lässt, sind wir da. Sie wissen, dass sie aufpassen müssen“, so Hecking.

Klarer Favorit sei dennoch der BVB, meint Manager Klaus Allofs. Um den Einzug in das Berliner Finale zu erreichen, müsste der VfL „die Fehleranzahl weiter minimieren. Auf diesem Niveau entscheiden oftmals Kleinigkeiten“, sagt der Wolfsburger Coach, der dem Halbfinale nicht nur einen großen sportlichen Wert beimisst. Neben den rund 6 000 Wolfsburger Fans im Stadion soll auch „das Millionenpublikum vor dem Fernseher sehen, dass sich in Wolfsburg etwas richtig Gutes bewegt“, erklärt Hecking seinen Wunsch. „Wenn wir das auf die Straße bringen, dann wird’s ein geiler Fußballabend.“

Nicht der Druck, das Finale erreichen zu müssen („Es wäre ein Riesensprung für den Club“, so Manager Allofs), sondern die Freude, in einem Halbfinale zu stehen, soll den Auftritt der Wölfe bestimmen. „Darin liegt auch eine Gefahr, dass man nicht alles so abrufen kann, wie man sich das vorstellt“, meint der Wolfsburger Coach.

Dass die Dortmunder sich in Topform befinden, zuletzt Real Madrid (2:0) und Bayern München (3:0) besiegten, beunruhigt Hecking nicht sonderlich. In den beiden Spielen habe Dortmund wieder sehr stark gespielt. „Aber auch wir sind in einer guten Verfassung“, ist der Herr der Wölfe zuversichtlich.

Bei den Grün-Weißen, die 1995 zum bisher einzigen und damit letzten Mal in Berlin im Endspiel standen (0:3 gegen Borussia Mönchengladbach), fehlen nur die verletzten Diego Benaglio und Bas Dost.

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