Tatsache! Thoelke vor Startelf-Debüt

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Bilden sie das Innenverteidiger-Pärchen gegen Nürnberg? Es sieht so aus, als sollte Bjarne Thoelke (l.) an der Seite von Alexander Madlung sein Debüt feiern.  Foto: Marud

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Fertig machen zum Mitfiebern – denn der Betzhorner Neu-Profi Bjarne Thoelke steht bei Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg tatsächlich vor seinem (Startelf-)Debüt!

Die Anzeichen verdichten sich mehr und mehr, dass das Talent vom Taterbusch am morgigen Sonnabend im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (15.30 Uhr) nur vier Tage nach seiner Unterschrift unter den Profi-Vertrag die Lösung für Wolfsburgs Abwehr-Not wird. „So viele Innenverteidiger sind ja nicht mehr über“, meinte VfL-Coach Felix Magath vielsagend auf die Frage, wie denn Thoelkes Chancen stünden. Eine Startelf-Garantie sprach er freilich nicht aus.

Dennoch: Sotirios Kyrgiakos (Rot) und Marco Russ (5. gelbe Karte) sind bekanntlich gesperrt, das Comeback von Routinier Chris schloss Magath gestern nach der einzigen Trainingseinheit praktisch aus. „Er hat weiterhin Probleme. Es wird schwierig mit einem kurzfristigen Einsatz“, meinte Magath zum Brasilianer, den nach seiner Bandscheiben-OP und langwieriger Heilungsphase muskuläre Probleme plagen. Chris hat fast ein Jahr lang kein Spiel mehr über 90 Minuten bestritten. Das steigert Thoelkes Aktien!

Magath scheut durchaus keine Jugend-Risiken, verhalf schließlich auch schon Schalkes Julian Draxler mit gerade einmal 17 Jahren zur Bundesliga-Premiere. Es sei denn, der Leitwolf traut dem Grünschnabel im wichtigen Duell mit den Franken keine Rolle von Beginn auf der Schlüsselposition zu. Und greift zu einem Ausweich-Plan. Christian Träsch oder Jan Polak wären Kandidaten. Mit Robin Knoche gehört übrigens noch ein weiterer Youngster auf der Innenverteidiger-Position zum Kader. Aber: Am Mittwoch ließ Magath Thoelke bereits an der Seite von Alexander Madlung üben!

Womöglich gibt es ja morgen in der VW-Arena ein Doppel-Debüt. Denn auch Spielmacher Alexander Hleb drängt sich auf. „Er hat auffallend gut trainiert heute Morgen“, sagte Magath. Hleb fühlt sich bereit, hätte aber lange nicht gespielt. „Deshalb wollen wir abwarten, wie er die weiteren Einheiten verkraftet.“

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