Die Tabelle ist kein Thema – noch nicht...

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Führungsspieler wie Ivica Olic (r.) müssten mehr tun, um Pleiten wie in Leverkusen zu vermeiden, meint VfL-Trainer Dieter Hecking.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Keep cool, Man(ager)! Bisher funkt es beim VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga nur zuhause, die Auswärts-Schwäche mit drei Pleiten brockte den Wölfen einen durchwachsenen Saisonstart ein. Doch Klaus Allofs sieht noch keinen Grund zur Besorgnis. Bleiben die Grün-Weißen ihrer Linie treu, würde ein Heimsieg am Sonnabend (15.30 Uhr) gegen die TSG 1899 Hoffenheim die noch sanften Wogen wieder glätten.

„Ich schaue jetzt noch nicht auf die Tabelle“, bekräftigte Allofs. Der Club habe gut daran getan, vor der Serie keine hochtrabenden Ziele auszugeben. Allofs „überrascht am Ende lieber positiv.“ Auch Trainer Dieter Hecking ist noch ganz gelassen, wenngleich er nach der kategorischen Pleite in Leverkusen (1:3) und speziell dem Leistungsabfall in Halbzeit zwei seine Topspieler in die Pflicht nahm, in schwierigen Phasen mehr für die Mannschaft zu tun. Mit Blick auf die Hoffenheim-Partie beschwichtigte Hecking: „Wir haben alle Möglichkeiten, dieses Spiel zu gewinnen.“ Auch ohne den gesperrten Luiz Gustavo.

Allerdings haben sich die Kraichgauer gleich in doppelter Hinsicht vom Saulus zum Paulus gewandelt. Nachdem die TSG am Ende der Vorsaison in der Relegation den kaum noch für möglich gehaltenen Klassenerhalt sicherte und mit einem Schrecken davonkam, setzte sich der in der Rückserie bereits eingeleitete Aufwärtstrend nach der Sommerpause nahtlos fort. Unter Reformator Markus Gisdol ist Hoffenheim voll im Soll. Acht Punkte aus fünf Spielen, Platz sieben, dazu zuletzt gegen Borussia Mönchengladbach der erste Saison-Heimsieg.

Der Nachfolger von Marco Kurz hat bei 1899 eine neue Leidenschaft entfacht, Spieler wie U21-Kapitän Kevin Volland (vier Tore) blühen auf. Der als Kandidat für Jogi Löw angepriesene Youngster warnt vor Übermut: „Wir spielen wieder guten Fußball, das ist mit letzter Saison nicht zu vergleichen. Acht Punkte sind ordentlich, aber es ist noch früh in der Saison.“ In Wolfsburg könnten weitere hinzukommen. Nachdem die TSG in den ersten zwei Bundesliga-Jahren in der VW-Arena jeweils 0:4 unterging, nahm sie in den drei darauffolgenden Gastspielen stets etwas Zählbares mit.

Im Falle einer Pleite könnte es mit der Coolness von Allofs und Hecking vorbei sein. Im Anschluss wartet die Aussichtslos-Aufgabe bei Bayern München. Spätestens dann könnte die Tabelle doch in den Fokus rücken.

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