Stuttgart: Vakuum in Innenverteidigung?

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Unter Umständen muss der VfB Stuttgart heute in Wolfsburg ohne etatmäßige Innenverteidiger (r. Serdar Tasci) auskommen.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. 435 Minuten ohne Treffer: Für einen Stürmer eine kleine Ewigkeit. Erst recht für einen der Marke Edin Dzeko. Lichtblick für den Kapitän des VfL Wolfsburg: Beim heutigen Gegner VfB Stuttgart drohen alle vier etatmäßigen Innenverteidiger auszufallen!

Da müsste doch was gehen für den Torschützenkönig der Vorsaison: Läuft’s ganz schlecht für die Schwaben, muss Trainer Jens Keller eine Notbehelfs-Abwehrzentrale ins Rennen schicken. Mit Georg Niedermeier (Bänderdehnung im Knöchel) und Matthieu Delpierre (Rotsperre) stehen zwei Abwehrrecken nicht zur Verfügung, die Alternativen Serdar Tasci und Khalid Boulahrouz auf der Kippe. Die Defensive ist nicht die einzige Großbaustelle des VfB. Gestern vergrößerten Ciprian Marica, Pavel Pogrebnyak und Arthur Boka das Lazarett noch. Fraglich sind auch die Einsätze des Ex-Wolfsburgers Christian Gentner (Muskelfaserriss in der Hüfte) und Zdravko Kuzmanovic (Verhärtung im Oberschenkel). Philipp Degen (Leistenprobleme), Johan Audel, Daniel Didavi und Elson fallen ohnehin aus. Trotz des möglichen Vakuums in der Verteidigung wollen die Stuttgarter ihren zarten Aufwärtstrend (zuletzt zwei Siege und ein Remis in Liga und Pokal) heute fortsetzen. "Wir sind personell sehr angeschlagen. Wir werden aber eine Mannschaft auf den Platz bekommen, die die Chance hat, in Wolfsburg zu bestehen", versicherte Keller. Vermutlich erhält Pokal-Held Martin Harnik (drei Tore beim 3:1) eine Chance von Beginn an.

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