Fußball – VfL-Führung hatte die 1:5-Klatsche gegen Madrid irgendwie kommen sehen

Stress statt Stimmungsmacher

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Euphoriebremse: Die 1:5-Packung im Stadionfest-Test gegen Atlético Madrid drückte bei den Profis des VfL Wolfsburg und den 20 000 Fans gewaltig auf die Stimmung. Foto: Gades

ib Wolfsburg. Nachwehen wird es geben, so viel ist gewiss. Chefcoach Dieter Hecking wird nach der 1:5-Schmach des VfL Wolfsburg am Sonntagabend gegen Atlético Madrid nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen.

Den Wölfen droht vor dem DFB-Pokal-Auftritt am Sonntag bei Zweitligist SV Darmstadt 98 (20. 30 Uhr) eine unbequeme Trainings-Woche.

Denn aus Sicht der Verantwortlichen hatte sich das Debakel praktisch angekündigt. Offenbar machen es sich die Grün-Weißen nach der starken Vorsaison – mal wieder – in der vielfach angeprangerten Komfortzone bequem. „Wir haben im Laufe der Vorbereitung schon einmal darauf hingewiesen, dass es so nicht geht. Und das haben wir heute noch einmal bestätigt bekommen“, moserte Hecking. Auch Manager Klaus Allofs konnte nur den Kopf schütteln: „Es war eine gute Gelegenheit, vor eigenem Publikum noch einmal für Stimmung zu sorgen. Diese Gelegenheit haben wir leider verstreichen lassen.“

Immerhin zeigten sich die VfL-Versager reumütig, suchten keine Ausreden. Die kräftezehrende Vorbereitung könne kein Grund sein, betonte Abwehrchef Naldo: „Es war nicht die Müdigkeit, wir waren einfach nicht konzentriert und nicht kompakt genug. Wenn du gegen ein Team wie Atlético Räume frei lässt, passiert so etwas.“ Kapitän Diego Benaglio sieht noch viel Aufholbedarf bei den ambitionierten Wölfen: „Das Spiel zeigt uns, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben.“

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