Nun stellt Magath den Kader auf Prüfstand

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Abschied aus Wolfsburg? Thomas Kahlenberg zieht es weg vom VfL.

ib Wolfsburg. Gezielte Umstrukturierung oder doch der große Umbruch? Während sich das Gros der Wölfe nach geschafftem Klassenerhalt in den letztlich doch noch verdienten Urlaub verabschiedete, wartet auf Trainer Felix Magath noch viel Arbeit in Wolfsburg.

Der Retter, der sich selbst nicht als solcher fühlt, muss die Weichen für die neue Saison stellen. Aufgrund des Abstiegskampfes lagen die Personalplanungen auf Eis. „Ich war in den letzten Tagen und Wochen voll mit dem Klassenerhalt beschäftigt. Deswegen gibt es jetzt noch keine konkreten Vorstellungen, wie die Mannschaft in der neuen Saison zusammengesetzt sein“, meinte Magath nach dem Kraftakt. Der Erstliga-Verbleib sei „nervlich anstrengender“ gewesen als die Meisterschaft 2009. Deshalb machte der starke Mann beim VfL in der Nacht nach dem dramatischen Finale gegen Hoffenheim kaum ein Auge zu. „Ich konnte kaum schlafen.“

Zeit zum ausgiebigen Ausruhen ergibt sich vorerst auch nicht. „Ich werde mich in den nächsten Tagen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Garcia Sanz zusammensetzen“, erklärte Magath mit Blick auf die kommende Kader-Konstruktion. Nur das Anforderungsprofil ist klar. „Ich bin zum VfL Wolfsburg zurückgekehrt, um mit dem Verein ins internationale Geschäft zu kommen. Ich habe einen ganz klaren Auftrag.“

Neben der Akte Diego gibt es weitere Fragezeichen. Peter Pekarik und Thomas Kahlenberg (mit den Blackburn Rovers in Verbindung gebracht) sind mit ihrer Reservisten-Rolle unzufrieden, wollen weg. Bei Leih-Spieler Cicero (würde 2,5 Millionen Euro Ablöse kosten) stehen die Zeichen trotz Formanstiegs in der Rückrunde ebenfalls auf Trennung. Fraglich auch die Zukunft des Winter-Flops Tuncay Sanli. Mit Ersatz-Torwart André Lenz will Magath indes noch ein Jahr verlängern. Benötigt wird in jedem Fall noch ein Innenverteidiger – im Gespräch: Nürnbergs Andreas Wolf.

Bleibt also abzuwarten, welche Spieler beim Trainingsstart am 23. Juni noch mit von der Partie sind. Drei Tage später reist der VfL ins erste von zwei Trainingslagern an der Ostsee. Die Vorbereitung bei „Quälix“ dürfte hart werden.

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