Starthilfe statt Star-Allüren: Gustavo reißt mit

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Anbetungswürdig!? Wolfsburgs Top-Transfer Luiz Gustavo zeigte ein vielversprechendes Debüt gegen Schalke.

ib Wolfsburg. Kleine Augen, große Wirkung. Auch wenn er nach eigenem Bekunden durch die Nationalmannschafts-Reise vorab nicht viel geschlafen hätte, so zeigte Luiz Gustavo bei seinem Debüt im grün-weißen Dress am Sonnabend doch eine ausgeschlafene Leistung.

Dabei hatte der Top-Transfer – in dessen Schatten am Freitagabend Stürmer Giovanni Sio zum FC Basel gewechselt war – nur einmal mit seinen neuen Wolfsburger Teamkollegen trainiert. Ein kurzes Briefing von Chefcoach Dieter Hecking aber genügte augenscheinlich, um den von den Fans frenetisch empfangenen Gustavo zu integrieren. „Gute Fußballer machen instinktiv viel richtig“, betonte Hecking nach dem furiosen 4:0 gegen Schalke 04.

Der Münchener Triple-Sieger war von Beginn an hellwach, machte gescheitete Wege und Spieleröffnungen. „Ich wollte zeigen, dass ich immer bereit bin und alles gebe werde“, so Gustavo. Davon hatte er offenbar auch Hecking beim entscheidenden Gespräch – spielt er von Beginn an oder nicht – überzeugt. Das fehlende Glied in der brasilianischen VfL-Dreier-Achse hätte sofort suggeriert, dass er „nicht der Star sein, sondern uns helfen will“, unterstrich Wolfsburgs Trainer. „Er ist ein Typ Spieler, den wir brauchen. Ein Champion“, sagte Landsmann Diego.

In der Tat stellte sich Gustavo bei seinem Einstand in den Dienst der Mannschaft, gewann das Gros der Zweikämpfe und verlieh seinen Teamkollegen nur durch seine putzmuntere Präsenz Sicherheit. Für 70 Minuten, dann wurde der Sechser doch müde. „Länger konnte ich leider noch nicht. Aber das wird kommen“, versicherte er.

Gustavo selbst freute sich schlichtweg über die Tatsache, dass er seiner Arbeit nachgehen durfte. „Ein sehr guter Tag.“ Davon soll es möglichst viele geben mit den Wölfen. „Wir wollen zusammen etwas erreichen.“ Und der Mittelfeld-Staubsauger schickte sogleich ein Signal an die Konkurrenz: „Bayern ist da oben, Dortmund ist da oben – aber sie müssen wissen, dass Wolfsburg auch da ist.“

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