Fußball – Bundesliga: Schmidt-Team tritt trotzdem auf der Stelle

Stabiles Haus statt Festung

+
Felix Uduokhai (rechts) sorgte im Zusammenspiel mit John-Anthony Brooks dafür, dass RB sich wenig Torchancen erspielte.

ct Wolfsburg. Ein Satz hallte nach Abpfiff mehrfach durch die Katakomben der Volkswagen Arena: „Wir sind einfach schwer zu schlagen. “ VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe, Paul Verhaegh, Maximilian Arnold und Trainer Martin Schmidt waren sich allesamt einig.

Sie sprachen davon, dass die zehn Unentschieden durchaus positiv zu bewerten seien. „Leipzig hat beim Abpfiff applaudiert und sich gefreut. Man fürchtet sich wieder vor uns“, meinte Rebbe, der besonders den spielerischen Fortschritt unter Schmidt lobte: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, auch wenn wir den Fans gerne einen Sieg geschenkt hätten. “.

Maximilian Arnold war besonders begeistert von der starken Schlussphase des VfL, in der dem Gast aus Sachsen die Körner auszugehen schienen. „Wir konnten am Ende noch was draufpacken, die nicht“, so Arnold, der das Gegentor als Wach-auf-Moment sah: „Da hat es Klick gemacht und wir haben wieder stärker nach vorne gespielt.“

In der ersten Hälfte spielte der VfL in der Offensive dagegen ähnlich wie gegen den HSV, hatte bis auf den Elfmeter keine echte Torchance, was Arnold kritisierte: „Da haben wir es nicht geschafft, vorne die Bälle festzumachen und auch nicht gut hinten rausgespielt.“

Dass die Volkswagen Arena mittlerweile zur Heim-Festung geworden ist, wollte Arnold nicht bestätigen: „Es gab Phasen hier, wo wir jedes Spiel zuhause gewonnen haben, deshalb ist es eher ein sehr stabiles Haus.“

Und in diesem stabilen Haus der Wölfe, gibt es einen neuen Elfmeterschützen: Paul Verhaegh beendete die VfL-Flaute vom Punkt und traf souverän zum zwischenzeitlichen 1:0 und dürfte damit der feste Schütze im Schmidt-Team werden. Nach dem Spiel verriet der Rechtsverteidiger, der die Szene, die zum Elfmeter führte, selbst einleitete, dass er gar nicht unbedingt eingeteilt war: „Wir haben eine Liste, mit möglichen Schützen und da stehe ich auch drauf. Im Spiel hab ich mich dann mit Yunus abgesprochen.“ Da sich der ehemalige Augsburger sicher fühlte, überließ Malli ihm den Ball, sodass Verhaegh zum insgesamt 18. Mal vom Elfmeterpunkt traf.

Nach der turbulenten Schlussphase war der Routinier nicht zufrieden mit dem Remis: „Ich bin verärgert, dass wir nicht gewonnen haben.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare