Fußball – Europa League: Starke Wölfe unterliegen effektivem Everton / Perisic-Treffer zählt nicht

VfL spielt, trifft und verliert 0:2

Nicht zu glauben: Schiedsrichter Fernando Teixeira erkennt das vermeintliche Führungstor von Ivan Perisic (l.) nicht an. Danach vergibt Wolfsburg seine Chancen und verliert 0:2 gegen Everton.
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Nicht zu glauben: Schiedsrichter Fernando Teixeira erkennt das vermeintliche Führungstor von Ivan Perisic (l.) nicht an. Danach vergibt Wolfsburg seine Chancen und verliert 0:2 gegen Everton.

dpa/mj Wolfsburg. Es war wie verhext: Der VfL Wolfsburg hat seinen England-Fluch auch im sechsten Anlauf nicht besiegen können.

Mit dem 0:2 (0:1) gegen den FC Everton machte der Bundesliga-Zweite zudem das deutsche Europacup-Debakel gegen die Clubs von der Insel in dieser Woche perfekt.

Zum Einzug in die K.o.-Runde der Europa League benötigen die Niedersachsen im letzten Gruppenspiel beim OSC Lille am Donnerstag, 11. Dezember, auf jeden Fall einen Punkt. Vor 23 375 Zuschauern stellten die belgischen Nationalstürmer Romelu Lukaku (43.) und Kevin Mirallas (75.) das vorzeitige Weiterkommen der Engländer sicher und lassen den VfL zwei Wochen bangen.

„Jetzt müssen wir es in Lille gerade biegen. Aber dazu sind wir in der Lage. Wir haben es heute eigentlich gut gemacht, aber wir müssen einfach unsere Chancen nutzen. Es wäre sicher anders gelaufen, wenn das Tor in der ersten Halbzeit gezählt hätte“, sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs. Der Wolfsburger Manager spielte damit auf eine Szene in der 22. Minute an, als der spanische Schiedsrichter Fernando Teixeira dem vermeintlichen 1:0 durch Ivan Perisic die Anerkennung verweigerte. Der Kroate hatte beim Zuspiel von Nicklas Bendtner nicht im Abseits gestanden.

Fünf Tage nach der 2:3-Niederlage in Schalke präsentierten sich die Wolfsburger auf internationalem Parkett wieder von ihrer starken Seite. Gestützt auf ein starkes Mittelfeld mit dem kaum zu stoppenden Perisic beherrschten die Niedersachsen die Partie gegen den Tabellen-Neunten der Premier League von der ersten Minute an. Allerdings wirkten sie in der Abwehr gelegentlich ein wenig sorglos, was Lukaku und Mirallas mit ihren Kontertoren bestraften.

Die ersten offensiven Achtungszeichen setzte der VfL durch Perisic. Nach einer vergebenen Kopfballmöglichkeit (5.) besaß der Kroate in der 12. Minute eine starke Szene, als er nach Zuspiel von de Bruyne nur noch Evertons Keeper Tim Howard vor sich hatte, aber aus spitzem Winkel ans Außennetz schoss. Der US-Nationaltorhüter war auch beim Gewaltschuss von Aaron Hunt auf dem Posten und lenkte den Ball zur Ecke (15.). Dass aber auch die von rund 4 000 mitgereisten Fans unterstützten Engländer auf drei Punkte aus waren, machte der Lattenkopfball von Sylvain Distin (13.) deutlich.

Zwei Minuten vor der Pause wurde der Spielverlauf durch das 0:1 auf den Kopf gestellt. Nach einem Konter gegen die zu weit aufgerückte VfL-Abwehr lief Lukaku seinem Widersacher Hunt davon und schloss sein Solo frei vor Diego Benaglio zum Führungstor ab.

Nach der Pause drängten die Wölfe auf den Ausgleich und erspielte sich weitere Chancen. In der 56. Minute verhinderte Howard mit einer Fußabwehr gegen de Bruyne das 1:1. Die Offensive der Hausherren eröffnete den Gästen Räume. Die Riesenmöglichkeit, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, vergab Aiden McGeady, der den Ball aus kurzer Distanz nicht im leeren Gehäuse unterbrachte (61.). Erneut gnadenlos effektiv zeigten sich die Gäste beim 0:2, zu dem Lukaku mit viel Übersicht die Vorarbeit leistete.

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