Von Spiel zu Spiel: Und nur Nürnberg zählt

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Auf Tore von Ivica Olic (M.) hoffen die Wolfsburger auch im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg und Ex-VfLer Emanuel Pogatetz (l.). Mit einem Sieg wollen die Wölfe weiter auf Kurs internationaler Wettbewerb bleiben.

Wolfsburg - Von Matthias Jansen. Wir denken nur von Spiel zu Spiel! Diese Floskel – von Fußballern tausendfach gebraucht, um die 100-prozentige Konzentration auf den nächsten Gegner zu beteuern – dürfte Dieter Hecking dann doch die Sorgenfalten auf die Stirn getrieben haben. Der Trainer von Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg – am Sonnabend (15.30 Uhr) gegen Abstiegskandidat 1. FC Nürnberg gefordert – möchte unbedingt verhindern, dass seine Wölfe nur von (Dortmund)-Spiel zu (Dortmund)-Spiel denken.

„Es zählt nur Nürnberg. Wenn einer meint, bereits an Dortmund zu denken, wird er im Pokal am Dienstag in Dortmund nicht spielen“, warnte Hecking seine Mannen, die erst am letzten Spieltag den Borussen 1:2 unterlegen waren, alles auf die Karte Pokal zu setzen.

Wichtig ist in allererster Linie die Bundesliga, stellte der Wolfsburger Cheftrainer klar. Dort soll das Ziel – der Einzug in den internationalen Wettbewerb, bestenfalls die Champions League – erreicht werden. Und die Chancen stehen gut. Schließlich liegt der VfL auf Rang sechs, hat nur einen Punkt Rückstand auf den Vierten aus Mönchengladbach und ein – vermeintlich – leichtes Restprogramm. Nach Nürnberg geht es noch gegen die weiteren Überlebenskämpfer Hamburg, Freiburg und Stuttgart.

„Das werden alles sehr interessante Spiele“, ist Hecking froh, dass diese Gegner seiner Mannschaft viel abverlangen werden. Wie Nürnberg. „Das wird kein leichtes Unterfangen. Aber ich bin guter Dinge, die drei Punkte einfahren zu können“, so der VfL-Coach, dessen Respekt vor dem Ex-Club weiter recht groß ist.

Nur zur Erinnerung: Die Franken erlebten eine Horror-Hinrunde, blieben ohne Sieg. Jetzt haben sie mit 15 Zählern schon vier Punkte mehr geholt als in der ersten Saisonhälfte. „Trotzdem sind sie noch mittendrin und werden sich in den verbleibenden Partien mit Haut und Haaren wehren“, erwartet Hecking einen erbitterten Kampf um die Punkte. Augenzwinkernd fügte er an: Die Chance auf den Klassenerhalt sei für der Club nach wie vor gegeben – „nur nicht unbedingt mit Punkten in Wolfsburg.“

Dafür muss allerdings die Konzentration der Wölfe stimmen. Aber nach der Warnung des Coaches wird jeder VfL-Akteur – mit Ausnahme der Verletzten Diego Benaglio und Bas Dost sowie Rekonvaleszent Vieirinha – schön von Spiel zu Spiel denken. Erst Nürnberg und dann wieder Dortmund.

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