Fußball – Bundesliga: Wolfsburg bleibt gegen Augsburg erstmals ohne Treffer

Spektakel war einmal...

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Die Köpfe waren im und nach dem Spiel unten... Der VfL Wolfsburg (links Marcel Tisserand) musste sich mit einer Nullnummer gegen Augsburg begnügen.

Wolfsburg – Satte neun Tore waren es am letzten Spieltag der Vorsaison bei der 8:1-Gala gewesen. Kein einziges hingegen am gestrigen Sonntag. Die vor wenigen Monaten noch so verwöhnten Fans des VfL Wolfsburg erlebten gegen den FC Augsburg das Kontrastprogramm.

Erstmals in dieser Saison unter Coach Oliver Glasner blieben die Grün-Weißen beim tristen 0:0 ohne eigenen Treffer und verpassten die mögliche Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga.

Dabei hatte es nach einem Happy End ausgesehen, als Wolfsburgs Joker João Victor die Kugel in der 84. Minute zum vermeintlichen 1:0 in die Maschen und sein Team kurzweilig an die Spitze befördert hatte. Doch Schiedsrichter Tobias Stieler gab den Treffer nach Videobeweis wegen einer Abseitsstellung des Brasilianers nicht. „Ich kann das nachvollziehen“, räumte VfL-Manager Jörg Schmadtke ein. „Andererseits kann man darüber streiten, ob es später nicht eine neue Spielsituation war. Da verstehe ich nicht, warum es keinen Elfmeter für uns gab, weil Tin Jedvaj den Ball ganz klar mit der Hand gespielt hat.“

Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner hatte seine Startelf angesichts der vielen Spiele in Liga, DFB-Pokal und Europa League gleich auf vier Positionen verändert. Leistungsträger wie Maximilian Arnold und João Victor blieben zunächst auf der Bank, die am Donnerstag in Gent noch zu den Besten gehört hatten. Für Victor spielte Felix Klaus. Der frühere Hannoveraner hatte in der Anfangsphase direkt zwei dicke Gelegenheiten auf dem Fuß, scheiterte aber jeweils.

Die Augsburger versteckten sich keineswegs, sodass sich anfangs eine muntere Partie entwickelte. FCA-Coach Martin Schmidt hatte bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, wo er in der Saison 2017/18 in 22 Spielen nur fünf Siege holte, die Routiniers Daniel Baier und Alfred Finnbogason aufgeboten. Die Fuggerstädter hielten gut mit, vergaben durch Ruben Vargas und Florian Niederlechner ihrerseits gute Gelegenheiten.

Nach 20 Minuten war der Anfangsschwung der Begegnung jedoch dahin. Weil vor allem die Wolfsburger oftmals zu ungenau agierten. Trotz der Rotation war den Autostädtern die Müdigkeit anzumerken. Nach vorne lief nicht mehr viel zusammen.

Das änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht. Stattdessen sank das Niveau weiter und weiter. Dem VfL fiel bei allem Bemühen nichts ein, der FCA war ausschließlich darauf bedacht, kein Gegentor zu kassieren – so plätscherte das Geschehen lange Zeit vor sich hin. Der eingewechselte Victor schien dann doch noch den Bann zu brechen, doch es blieb nicht mehr als der größte Aufreger des Spiels.

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