Fußball – Bundesliga-Relegation: Verhaegh versteht Origis Fauxpas nur bedingt

„Sollte den Verein kennen“

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Spätestens Morgen sollte Divock Origi (rechts) wissen, wer Holstein Kiel ist. Die Stürmer-Leihgabe vom VfL Wolfsburg hatte sich am Wochenende ganz schön blamiert.

Wolfsburg. Da hatten sich Josuha Guilavogui und allen voran Divock Origi aber gehörig blamiert. . . Dass Guilavogui die einzelnen Spieler des kommenden Bundesliga-Relegationsgegners Holstein Kiel nicht kannte, sei dem Sechser des VfL Wolfsburg verziehen.

Immerhin bestand vor dem 4:1-Sieg über Köln noch die Möglichkeit auf frühzeitige Rettung und die genaue Gegneranalyse erfolgte erst jetzt nach dem Köln-Spiel. Dass Liverpool-Leihgabe Origi aber nicht mal etwas mit dem Vereinsnamen der Störche aus dem hohen Norden anzufangen wusste, war hochgradig peinlich.

Paul Verhaegh, Co-Kapitän der Wölfe, versuchte, seinen Stürmer in Schutz zu nehmen: „Das ist nicht so super gelaufen, dass er es in dem Moment nicht wusste. Schlimmer wäre es aber, wenn er es am Donnerstag noch nicht weiß.“ Die fehlende Professionalität, nicht mal den möglichen Relegationsgegner zu kennen, erklärte Verhaegh damit, dass es Origis erstes Jahr in der Bundesliga sei, meinte aber auch: „Normalerweise sollte man den Verein kennen, wenn man ein bisschen den Fußball verfolgt.“

VfL-Eigengewächs Maximilian Arnold kennt die Kieler sehr wohl und weiß, dass eine torhungrige Truppe auf die Volkswagen Arena einstürmen wird: „Es wird ein sehr, sehr schwieriges Spiel. Das 6:2 gegen Braunschweig war nicht zu erwarten, weil viele gespielt haben, die sonst nicht spielen. Nichtsdestotrotz sind wir der Erstligist und wollen auf jeden Fall gewinnen.“

Die vier Tore gegen Köln und der höchste Saisonsieg haben gut getan. Jetzt geht es morgen vor allem darum, eine gute Ausgangslage fürs Rückspiel in Kiel zu erarbeiten. „Wir wollen zuhause so viele Tore wie möglich schießen und keines kassieren“, meinte Arnold.

Von Christian Thiemann

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