Fußball – Bundesliga: Nur 1:1! Wolfsburg verpasst trotz guter Chancen in Mainz den Befreiungsschlag

Ein So-lala-Einstand für Labbadia...

+
Yunus Malli (links) hatte die hundertprozentige Chance auf dem Fuß. Sein Schuss aus kürzester Distanz verfehlte das Gehäuse dann um einige Zentimeter. Fotos: dpa

dpa/ib Mainz. Sein Vorgänger bekam den süffisanten Spitznamen Remis-Martin aufgedrückt. Mit Bruno lassen sich solche Wortspiele nicht kreieren.

Und doch setzte der neue Trainer Bruno Labbadia mit dem VfL Wolfsburg am gestrigen Freitagabend bei seiner Blitz-Premiere den rumpeligen Remis-Reigen seines geflohenen Vorgängers Martin Schmidt fort. Das magere 1:1 (1:1) beim 1. FSV Mainz 05 war weder Fisch noch Fleisch in diesem Sechs-Punkte-Abstiegskrimi für die Wölfe.

Vor der Abwehr räumte VfLer Josuha Guilavogui (r.) einiges ab, den Gegentreffer konnte er aber auch nicht verhindern.

17 Monaten nach seinem letzten Auftritt auf der Bundesliga-Bühne (und übrigens exakt 1000 Tage nach dem DFB-Pokal-Triumph des VfL gegen Dortmund...) verpasste Labbadia den ersehnten Befreiungsschlag verpasst. Zwar verbleiben die Grün-Weißen durch die Punkteteilung im Tableau vor den Mainzern, doch es bleibt ein Schneckenrennen. Yoshinori Muto (44.) verdarb dem Wolfsburger Feuerwehrmann nur drei Minuten nach seiner Einwechslung mit seinem eher schmeichelhaften Ausgleichstreffer die Einstands-Party. Josip Brekalo, den Labbadia in die Startelf beorderte, hatte den VfL bereits nach sechs Minuten in Front gebracht.

Tatsächlich schienen die Änderungen des 52-Jährigen direkt zu fruchten beim Relegations-Teilnehmer der Vorsaison. Neben einer langen Verletztenliste musste Labbadia auch noch den gelbgesperrten Maximilian Arnold ersetzen. Insgesamt traten die Gäste auf vier Positionen verändert auf. Linksverteidiger William, einer der Neuen in der Wolfsburger Anfangsformation, fand mit seiner Flanke Brekalo, der nach einer schnellen Drehung unhaltbar für den Mainzer Keeper Robin Zentner einschoss. Und fast hätte Josuha Guilavogui mit einem Kopfball an die Querlatte nach einem Eckball nur wenig später erhöht.

Die Mainzer kamen nach dem Lebenszeichen eine Woche zuvor in Berlin (2:0) erst allmählich besser ins Spiel. Für Gefahr in der Offensive der Gastgeber sorgte meistens Robin Quaison, der gegen Hertha BSC beide Treffer zum Sieg erzielte. Zum Gleichstand traf allerdings Edeljoker Muto, der eine Flanke von Gerrit Holtmann – durchaus glücklich mit der Wade – zum 1:1 verwandelte. Der Japaner kam für den angeschlagenen Emil Berggreen in die Partie und erzielte gleich seinen siebten Saisontreffer.

Die sehr umkämpfte, aber phasenweise fahrige Partie, bot zwar Spannung und eine hohe Intensität in den Zweikämpfen nach dem Seitenwechsel, doch Torgelegenheiten blieben zunächst Mangelware. Die wenigen Gelegenheiten allerdings hatten es in sich! Der Ex-Mainzer Yunus Malli (63.) vergab die triumphale Rückkehr kläglich, als er den Ball allein vor Zentner knapp am Tor vorbeizirkelte. Daniel Didavi traf dann nur den Pfosten (84.). Fast hätte sich das noch gerächt, doch in der Nachspielzeit vereitelte VfL-Torwart Koen Casteels gegen Anthony Ujah den Worst Case.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare