Schürrle gibt Europa nicht auf

Starke Paraden: Koen Casteels bewahrte die Wölfe vor weiteren Gegentoren und will mehr als nur Benaglio-Vertreter sein.
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Starke Paraden: Koen Casteels bewahrte die Wölfe vor weiteren Gegentoren und will mehr als nur Benaglio-Vertreter sein.

ar Wolfsburg. Für den Bundesligisten VfL Wolfsburg scheint der Zug Richtung Europa nach dem 1:1 (0:0)-Unentschieden gegen Mainz so langsam abgefahren zu sein. Auf einige Spieler könnten nach der Saison aber noch internationale Aufgaben warten.

Und zwar bei der Fußball-Europameisterschaft. Nicht nur Torschütze André Schürrle empfahl sich für Höheres. Insbesondere Torhüter Koen Casteels zeigte eine beeindruckende Leistung.

In der Form wie gegen Mainz liegt für den belgischen Keeper eine Nominierung für die EM noch im Bereich des Möglichen. Mit mehreren Glanzparaden rettete der etwas überraschend aufgestellte Casteels den Wölfen zumindest einen Punkt. Insbesondere gegen Yunus Malli zeigte die etatmäßige Nummer zwei einen überragenden Reflex (61.). „Auf einmal stand er vor mir. Dann schmeißt man sich hin und hofft, den Ball irgendwie zu bekommen“, beschrieb der VfL-Schlussmann die Szene.

Schon während Diego Benaglios Verletzung zeigte Casteels häufiger seine Klasse. Und meldet nun zurecht Ansprüche an: „Der Trainer hat gesagt, dass meine Leistungen gut waren. Natürlich will man immer mehr spielen. Ich möchte so schnell wie möglich die Nummer eins werden“, betonte der Belgier.

Trotz der zuletzt eher mäßigen Leistungen in der Liga, kommt auch der deutsche Nationalspieler André Schürrle immer besser in Tritt. Das sieht der Weltmeister selbst auch so: „Man sieht, dass seit Beginn der Rückrunde meine Form steigt.“ Der zuvor häufig kritisierte Angreifer überzeugt 2016 insbesondere als Torschütze. Mit diesem Selbstvertrauen kann man auch mal so einen lässigen Heber ansetzen wie Schürrle beim 1:0 für die Wölfe. „Ich habe ein bisschen hochgeschielt und gesehen, dass Loris Karius schon relativ nah vor mir ist“, begründet Schürrle seinen Chip über den Mainzer Keeper.

Dass der europäische Wettbewerb für die Wolfsburger nun unerreichbar sei, verneint der Angreifer übrigens: „Wir müssen uns davon lösen, von irgendwelchen Platzierungen zu reden. Wir müssen in den letzten Spielen konstant punkten.“ Dann sei die Europa League noch möglich.

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