Fußball – Bundesliga: Wolfsburg will heute das Jahr gegen Köln vergolden

Schmuck für (Tannen-)Baum

Noch einmal jubeln: Die Fußball-Profis des VfL Wolfsburg (v. l. Bas Dost, Naldo, Kevin de Bruyne) wollen für den Abschluss-Dreier gegen den 1. FC Köln noch einmal alles aus sich herausholen nach einem rauschenden Jahr.
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Noch einmal jubeln: Die Fußball-Profis des VfL Wolfsburg (v. l. Bas Dost, Naldo, Kevin de Bruyne) wollen für den Abschluss-Dreier gegen den 1. FC Köln noch einmal alles aus sich herausholen nach einem rauschenden Jahr.

Wolfsburg. Der Gabentisch ist reichlich gedeckt. Nur ein Punkte-Präsent fehlt noch: der Abschluss-Dreier. Mit einem Heimsieg am heutigen Sonnabend (18.30 Uhr) gegen den Aufsteiger 1. FC Köln will Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg sein Super-Jahr krönen.

Es wären die Punkte 62 bis 64 in 2014. Dieter Hecking hat in den letzten Monaten bereits vieles fröhlich gestimmt. „Wir haben ein Pflänzchen gesät, und langsam ist es ein kleiner Baum, und es macht Spaß, unserer Mannschaft zuzusehen.“ Immerhin haben die Wölfe schon jetzt die beste Hinrunde aller Zeiten vollbracht. „Meine Analyse fällt natürlich noch besser aus, wenn wir gegen Köln drei Punkte holen“, hofft Hecking auf Schmuck für den (Tannen-)Baum.

Allerdings erwartet er heute Abend gegen die Geißböcke ein Geduldsspiel. Nach Alleinunterhalter Bayern München stellen die Rheinländer das zweitbeste Auswärtsteam im Oberhaus! „Die vier Auswärtssiege des FC sprechen für sich. Sie können richtig gut verteidigen und schnell umschalten. Das kommt ihnen vor allem auswärts zugute“, warnte Hecking.

Die Kölner würden beim Spiel ein äußerst dichtmaschiges Netz aufziehen. „Da müssen wir die nötige Geduld haben, um die Löcher in der Abwehr zu finden“, ahnt der VfL-Coach. Im vergangenen Heimspiel gegen den anderen Neuling Paderborn sei dem VfL dies durchaus gelungen. „Allerdings brauchen wir gegen Köln dann auch mehr Konsequenz im gegnerischen Strafraum“, verlangt Hecking. Ein Chancenwucher wie sechs Tage zuvor könnte die vergnügliche Vorweihnachtsstimmung doch noch ein wenig trüben.

Der Dom soll laut Kultband Bläck Fööss in Kölle bleiben – die Zähler aber möglichst nicht in Wolfsburg, hofft indes der FC. Der Auswärts-Riese hat Blut geleckt durch Überraschungen wie etwa auf Schalke (2:1). „Es wäre eine Riesengeschichte, wenn wir in Wolfsburg punkten“, bekräftigte Kölns Coach Peter Stöger. Ihm graut vor allem vor dem derzeit blendend aufgelegten Kevin de Bruyne. „Er ist spielfreudig wie noch nie, treibt sich auf dem ganzen Platz herum. Wir müssen ihn im Kollektiv verteidigen“, erklärte Stöger.

Den gefürchteten Dribblings von Vieirinha werden die Kölner womöglich nicht ausgesetzt sein. Der VfL-Portugiese hat sich beim 2:2 in Dortmund einen Kapseleinriss am rechten Knöchel zugezogen. „Wir müssen abwarten“, meinte Hecking. Vieirinha sei aber der einzige, der auf der Kippe steht. Über den Einsatz des Flügelflitzers wird kurzfristig entschieden.

Von Ingo Barrenscheen

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