Fußball – Bundesliga: Wolfsburgs neuer Coach sieht bei seiner Blitz-Premiere die drei Eckpfeiler Arbeit, Fußball, Leidenschaft aufblitzen

Schmidts Erstbewertung fällt positiv aus: „Punkt für Moral“

Zum Haareraufen war es nicht: Wolfsburgs neuer Coach Martin Schmidt sah positive Ansätze bei seinem Blitz-Debüt. Foto: dpa
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Zum Haareraufen war es nicht: Wolfsburgs neuer Coach Martin Schmidt sah positive Ansätze bei seinem Blitz-Debüt. Foto: dpa

ib Wolfsburg. Wunderdinge konnte man sicherlich nicht erwarten.

Vielleicht auch deshalb bewertete Martin Schmidt seine Adhoc-Premiere in Diensten des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg trotz weiterhin sichtbarer Mängel am gestrigen Abend nach dem 1:1 gegen Werder Bremen durchaus positiv.

Der Nachfolger des geschassten Andries Jonker hatte, in Teilen, die drei Attribute des Wolfsburger Leitfadens – Arbeit, Fußball, Leidenschaft – während der 90 Minuten gesehen: „Diesen haben wir uns auf die Fahnen geschrieben und versuchen, sie wehen zu lassen.“ Das Remis sei ein „guter Punkt für die Moral“. Wobei im Grunde nur ein Dreier die Sorgen um den Fast-Absteiger der Vorsaison gelindert hätte. Immerhin steht am Freitag der schwere Gang zu den Bayern an.

Arbeit und Leidenschaft hatten die Wölfe in der Tat in die Waagschale geworfen. „Nach der Laufleistung in der ersten Halbzeit habe ich gedacht: Oje, wenn wir das durchhalten, wird es ein neuer Rekord“, meinte Schmidt. Statt einer Bestmarke gab es nach dem Wechsel einen Rückschritt. Die Automatismen könnten so ruckartig noch nicht intus sein, zeigte Schmidt Verständnis. „Wir haben was verändert, wollten in die Köpfe rein. Das kriegen wir aber noch nicht 90 Minuten hin.“ Immerhin hätte er nun Videomaterial zum Auswerten. Im Grunde bräuchte es aber vor allem eins: „Training“, unterstrich Wolfsburgs Heilsbringer. Allzu viel wird er mit seinen Schützlingen bis Freitag nicht einstudieren können.

Apropos Trainerwechsel: Vor dem Spiel hatte sich Fredrik Ljungberg enttäuscht über sein Aus als Co-Trainer beim VfL via Twitter geäußert. „Es ist sehr schade, dass der Club sich nach nur vier Spielen entschieden hat, den Cheftrainer Andries Jonker zu wechseln, aber das ist der moderne Fußball.“ Er respektiere die Entscheidung aber.

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