Fußball – Bundesliga: Neuer VfL Wolfsburg-Trainer startet mit Krisen-Duell

Schmidt-Debüt gegen SVW

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Ein nachdenklicher Martin Schmidt übernimmt das Kommando beim VfL Wolfsburg.

Wolfsburg. „Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe, auch wenn jetzt nicht viel Zeit bleibt, sich einzugewöhnen, da zwei wichtige Spiele vor uns liegen.“ So lauteten die ersten Worte vom neuen VfL-Trainer Martin Schmidt noch vor der ersten Trainingseinheit.

In der Tat steht der VfL Wolfsburg vor einer wichtigen Begegnung, denn die Wölfe erwarten heute Abend (20.30 Uhr) in der Volkswagen Arena den SV Werder Bremen. Brisanz pur, denn es ist nicht nur das „kleine“ Nordderby, sondern auch das Duell zweier krisengeschüttelter Mannschaften.

Die Hansestädter starteten noch schlechter in die Spielzeit als die Niedersachsen. Aus einem schwierigen Auftaktprogramm konnten die Werderaner nur einen Punkt mitnehmen (1:1 gegen Hertha BSC Berlin). Die Wölfe haben drei Zähler mehr auf dem Konto, standen jedoch auch leichteren Gegnern gegenüber. Ob der Trainerwechsel Auswirkung auf die VfL-Mannschaft haben wird? SVW-Trainer Alexander Nouri äußerte sich wie folgt dazu: „Wir tun gut daran, uns auf uns zu fokussieren. Inwieweit sich die sportlichen Vorzeichen tatsächlich ändern, wird das Spiel zeigen. Wir sind jedenfalls auf alles vorbereitet.“ Geschichten, die nur der Fußball schreibt: Nouri debütierte als Werder-Coach gegen den FSV Mainz unter der Leitung von Martin Schmidt. Das Duell entschied der Schweizer für sich. Nun kann sich Nouri revanchieren und den Einstand von Schmidt vermiesen.

Beide Mannschaften müssen ohne ihren absoluten Top-Star auskommen. Mario Gomez fehlt dem VfL weiterhin. Der Belgier Landry Dimata startete neben Divock Origi gegen den VfB Stuttgart im Doppelsturm, konnte aber nicht wirklich überzeugen. Der eingewechselte Paul-Georges Ntep sorgte zwar für neuen Schwung nach seiner Einwechslung, mehr aber auch nicht. Unter dem neuen Trainer, der zuletzt den FSV Mainz 05 trainierte, dürfte sich sowieso einiges ändern – muss es wohl auch. In seiner Zeit bei den Rot-Weißen variierte der 50-Jährige mit dem Spielsystem. Schmidt versuchte es mit einer Doppelspitze, oftmals jedoch auch nur mit einem Stoßstürmer. Heute Abend wird sich zeigen, welches System er mit dem VfL favorisiert.

Die Bremer hat es am vergangenen Spieltag auch hart erwischt. Nicht nur zwei unnötige Gegentore kassiert, sondern auch noch den torgefährlichsten Spieler verloren. Der ehemalige DFB-Nationalspieler Max Kruse zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu und wird mindestens zwei Monate ausfallen.

Die letzten drei Duelle in der Bundesliga entschieden die Hansestädter für sich. Vor dieser Negativ-Serie ging der VfL Wolfsburg allerdings sechsmal als Gewinner vom Platz.

Von Jannis Klimburg

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