Schleifer Magath ist zurück

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Den lieben Felix Magath bekommen nur die Fans zu spüren (hier beim Auswärtsspiel in Stuttgart): Der VfL-Trainer kündigt knallharte Trainingseinheiten an, um den schlechten Fitnesszustand zu verbessern.

Wolfsburg. Der neue Magath bleibt der Alte. Unmittelbar nach dem 1:1 beim VfB Stuttgart kündigte der Trainer eine harte Welle beim VfL Wolfsburg an und kritisierte den Zustand der Mannschaft.

Für die Spieler wird es in den kommenden Tagen ungemütlich und schweißtreibend. „Wir brauchen einen besseren Zustand der Mannschaft. In den nächsten Tagen steht Konditionsarbeit an“, übte Magath indirekt Kritik an seinen Vorgängern Steve McClaren und Pierre Littbarski. Trotzdem wartet auf Schleifer Magath ein Drahtseilakt. Bis zum Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am 2. April bleiben ihm nur 13 Tage Zeit, um den seiner Ansicht nach schlechten Fitnesszustand halbwegs auf Normalniveau anzuheben. „Der Zustand des Teams ist schlecht, körperlich fehlt viel.“ So viel, dass er eigentlich vier Monate bräuchte, um sein Team fit zu kriegen.

Bei seiner ersten Trainingseinheit hatte der Meistermacher die Wölfe noch vor dem „Hügel der Leiden“, den er in seiner ersten Amtszeit vor den Toren der VW-Arena errichten ließ, verschont. „Ich gehe nicht davon aus, dass Spieler sofort in den Genuss kommen, das Denkmal zu besteigen.“

Nun erwartet die Wölfe neben den legendären Berg-Sprints gleich ein ganzes konditionelles Maßnahmenbündel, gepaart mit unmissverständlichen Ansprachen. „Man hat besonders bei den Kontermöglichkeiten gesehen, dass die Konzentration fehlt, und Konzentrationsmangel ist ein erstes Zeichen von schlechter Kondition.“ Magath bleibt sich seiner knallharten Linie treu und hat die Reihenfolge umgestellt. Gestern wurde um 9 Uhr zunächst trainiert und dann gefrühstückt. „Die Substanz ist da. Wir werden diese Woche daran arbeiten und uns am Wochenende vom Konditionstraining erholen.“

Für die Spieler kommt dieser raue Ton nicht überraschend. „Die Ansprache und alles war wie immer. Es war ein Déjà-vu“, verriet Sascha Riether. „Von Felix Magath auf Felix Magath hat sich nichts geändert.“ Riether, in Stuttgart einer von acht Spielern in der Startelf, mit denen Magath in seiner ersten VfL-Ära zusammenarbeitete, ist überzeugt, dass der Coach „einiges aufarbeiten werde“. So schwante Grafite schon am Sonntag Böses: „Jetzt warten zehn Tage harte Arbeit auf uns.“

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