„Schlechter Zustand“: Magath kündigt harte Welle an

ib Stuttgart. Böse Zungen hätten Schiedsrichter Manuel Gräfe eine gewisse Schwaben-Liebe unterstellen können. Natürlich war der Ausgleich in der vierten Minute der umstritten langen Nachspielzeit extrem unglücklich für den VfL Wolfsburg. Doch so weit hätte es der Tabellenvorletzte der Fußball-Bundesliga erst gar nicht kommen lassen müssen.

„Wir haben unsere Konter nicht gut zu Ende gespielt“, traf VfL-Kapitän Marcel Schäfer bei seiner Analyse den Nagel auf den Kopf. Beipflichtung von Teamkollege Sascha Riether: „Wir hätten schon lange das 2:0 machen müssen.“ Stuttgarts Tor praktisch mit dem letzten Atemzug hätte dann allenfalls noch Statistiker gekratzt. Doch aktuell scheinen sich alle bösen Fußball-Geister gegen die Wölfe verschworen zu haben. „Die Art und Weise, wie wir den Ausgleich kassiert haben, ist sehr bitter“, jammerte Schäfer. Auch Torschütze Grafite, der wie befreit wirkte durch die Magath-Rückkehr, haderte: „Schon wieder in der letzten Minute Punkte zu verlieren, ist unheimlich hart. Dieses Ergebnis ist zu wenig für uns.“

Apropos zu wenig: Nach Meinung von Coach Felix Magath stellt der VfL eine körperliche Großbaustelle dar. „Ich habe eine Mannschaft gesehen, die in einem schlechten Zustand ist“, grantelte der Meistermacher. Und er kündigte harte Zeiten an. „Warum und wieso sie in einem derart schlechten Zustand ist, kann ich bald sagen. Wir werden das beheben.“ Der Hügel der Leiden lässt grüßen...

Mit seinem teil-missglückten Debüt war er verständlicherweise „nicht richtig glücklich, wobei der Punkt grundsätzlich kein schlechtes Ergebnis ist.“ Angesichts des Spielverlaufs und der Konterchancen aber hätte der VfL „Stuttgart klar als Sieger verlassen müssen.“ Hätte, wenn und aber zählt aber nicht im Abstiegskampf. Das hat der VfL nicht zum ersten Mal leidvoll im grausamen Jahr 2011 erfahren. Nun steht erst einmal die zweiwöchige Länderspielpause an. Viel Zeit für Magaths Medizinbälle und Co.

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