Fußball: Zwölf-Millionen-Mann überzeugt beim Debüt / Papa-Jubel falschrum

Schlagers Schweinsbraten, Arnolds Fehler...

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Überzeugendes Debüt: Xaver Schlager (l.) gefiel mit vielen gewonnenen Zweikämpfen und der Vorlage zum 2:0.

Wolfsburg – Vom Bankdrücker zum Druckmacher. Wenngleich in erster Linie die zwei Matchwinner Maximilian Arnold und Wout Weghorst gefeiert wurden, so hinterließ auch Xaver Schlager direkt einen bleibenden Eindruck beim Wolfsburger Publikum am Samstag.

Nachdem der österreichische Zwölf-Millionen-Einkauf im Pokal noch draußen gesessen hatte, zeigte er beim 2:1-Sieg gegen Köln ein überzeugendes Bundesliga-Debüt.

Zumal ein Schlager-Move das vorentscheidende 2:0 einleitete. Als perfekte Umschaltspiel-Szene, wie von Cheftrainer Oliver Glasner gewünscht, wollte er die Situation nicht bezeichnen. „Da war ein Pressschlag und ein bisschen Glück dabei. Aber wir versuchen solche Situationen zu provozieren.“

Der Blondschopf war letztlich einfach nur froh, zum Auftakterfolg beigetragen zu haben. Ob nun mit oder ohne Assist. „Das Ergebnis für die Mannschaft ist das Wichtigste“, bekräftigte Schlager. Als Belohnung für die gelungene Premiere hatte er dann zwei freie Tage in Aussicht, die er in der Heimat bei der Familie verbringen will. Dann gibt’s bei seiner Oma „Schweinsbraten. Den habe ich schon bestellt“, schmunzelte er.

Daumen hoch! Torjäger Wout Weghorst spielte mit einer Schmerztablette und traf dennoch für den VfL.

Eine Klein-Familie hat mittlerweile ja auch Maximilian Arnold. Sein Traum-Tor widmete er beim Jubel dann auch seinem Nachwuchs. Wobei ihm selbst im Nachgang bewusst wurde: „Ich habe das falschrum gezeigt...“ Man möge ihm die fehlende Symbolik-Treffsicherheit nachsehen. Der Mittelfeldmotor grinste: „Ich bin ja noch nicht so lange Vater. Das ist ein ständiger Lernprozess.“ Genau wie das Verinnerlichen von Glasners neuem Spielstil. Arnold konstatierte: „Es ist noch ganz schön viel zu tun.“ Das späte Gegentor sei „völlig unnötig“ gefallen.

Zum Glück hatte vorab Weghorst schon auf 2:0 gestellt. „Einfach geil“, fand der Torjäger vom Dienst den Einstand. Sein lädierter Knöchel hatte ihn nicht behindert.  ib

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