VfL scheitert an Lukas Kruse

Ärgerlich: Christian Strohdiek (kleines Bild) hält sich nach einem Zweikampf mit Naldo das Gesicht. Den fälligen, umstrittenen Elfmeter verwandelt Alban Meha zum 1:1-Endstand zwischen Wolfsburg und Paderborn. Fotos: Gades/dpa
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Ärgerlich: Christian Strohdiek (kleines Bild) hält sich nach einem Zweikampf mit Naldo das Gesicht. Den fälligen, umstrittenen Elfmeter verwandelt Alban Meha zum 1:1-Endstand zwischen Wolfsburg und Paderborn. Fotos: Gades/dpa

dpa/mj Wolfsburg. Bayern-Verfolger? Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat im Kampf um die Champions-League-Ränge wichtige Punkte leichtfertig liegengelassen und wegen seiner unglaublichen Abschlussschwäche den eigenen Hinrunden-Rekord noch nicht übertroffen.

Gegen den lange schwachen Aufsteiger SC Paderborn 07 kam der Zweite zum Abschluss des 15. Spieltages trotz drückender Überlegenheit nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Mit 30 Punkten stellte der VfL die Hinserien-Bestmarke aus dem Vorjahr zwar ein, allerdings vergrößerte sich der Abstand auf den souveränen Herbstmeister Bayern München auf neun Zähler.

Meistens Herr der Lage: SCP-Torwart Lukas Kruse (r.).

Der erste Torschuss im Spiel sorgte für den Punktgewinn der Ostwestfalen: Alban Meha (51.) verwandelte einen zweifelhaften Foulelfmeter. Überhebliche Abschlussversuche, ein überragender SC-Schlussmann Lukas Kruse und umstrittene Entscheidungen von Schiedsrichter Manuel Gräfe verhinderten, dass der VfL vorzeitig seinen Hinrunden-Rekord übertraf. Trotz fast 90-minütiger Dauerbelagerung des SC-Strafraums reichte es für den VfL nur zu einem Eigentor von Paderborns Rafa (17.). Ivan Perisic (30.) vergab aufreizend lässig sogar einen Foulelfmeter.

„Wir haben den Gegner beherrscht und sind an einem Klasse-Torwart gescheitert. Das gilt es zu beurteilen“, sagte VfL-Trainer Dieter Hecking und sprach von über „20 hochkarätigen Chancen“ seines Teams. Auch Geschäftsführer Klaus Allofs lobte vor allem Paderborns Kruse: „Der Torwart hat erstklassig gehalten.“

Die stark in die Saison gestarteten Paderborner blieben auch im fünften Spiel nacheinander ohne Sieg, haben aber als Tabellenzehnter immerhin noch vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. „Das war ein glücklicher Punkt, den wir aber gern mitnehmen“, gestand SC-Coach Andre Breitenreiter.

Die Wolfsburger waren beinahe die gesamte Spielzeit eine Klasse besser. Von Beginn an machte der VfL Druck, Paderborn setzte auf eine Fünfer-Abwehrkette. Dennoch kam die Millionen-Truppe aus der Volkswagen-Stadt gegen den Underdog zu Chancen. Die beste vergab Perisic (30.) mit seinem schwachen Elfmeter. Olic-Ersatz Dost (33.) traf die Latte, eine Minute vor der Pause wurde sein Treffer wegen Stürmerfouls nicht anerkannt. (Hecking: „Das war ein klares Tor.“). So musste ein Eigentor durch Rafa die VfL-Führung bringen.

SCP-Coach Breitenreiter reagierte zur zweiten Halbzeit. Er stellte in der Deckung auf Viererkette um und brachte Stefan Kutschke. Der Ex-Wolfsburger belebte vor 26 044 Zuschauern die SC-Offensive. Dennoch fiel der Ausgleich glücklich, als Wolfsburgs Naldo Christian Strohdiek im Strafraum berührte. Meha verwandelte sicher.

Wolfsburg tat sich in der Folge immer schwerer. Dennoch kamen sie zu besten Möglichkeiten. Dost (53.), Kevin de Bruyne (67.), Naldo (79.) und Nicklas Bendtner (90.+1) schafften es aber nicht, Kruse im SC-Tor zu überwinden.

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