Am Scheideweg im Breisgau

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Befreit sich der VfL Wolfsburg oder hat er am Sonnabend das Abstiegsgespenst wieder im Nacken sitzen?

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Angesichts des rasanten Transfer-Tempos beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg fällt es derzeit schwer, überhaupt noch mitzukommen. Die Shopping-Tour von Felix Magath im Sommerschlussverkauf überlagerte alles. Da wäre fast sogar das nächste Spiel am Sonnabend (15.30 Uhr) beim Auswärts-Angstgegner SC Freiburg in Vergessenheit geraten.

In den vergangenen Tagen sogen die Neueinkäufe alles Interesse auf. „Zeiten, in denen Transferarbeit geleistet wird, sind immer recht anspruchsvoll“, sagt Magath. „Gerade wenn man eine Mannschaft übernimmt, die man neu strukturieren und formieren muss, hat man mehr Beschäftigung als bei einem eingespielten und erfolgreichen Team.“

Ach so, Fußball wird beim VfL auch noch gespielt... Nur wie? Die Wölfe wollen und müssen nach der 1:4-Klatsche von Gladbach im Breisgau die Kurve kriegen. Ansonsten rutschen sie in Regionen ab, die der Vergangenheit angehören sollten. Magath will sich die dürftige Ausbeute bisher aber nicht schlecht reden lassen. „Wenn man von drei Spielen zwei auswärts bestreitet und das dritte zu Hause gegen den Titelfavoriten, dann sind drei Punkte nicht überragend. Aber es ist auch nicht so ungewöhnlich und deswegen kein Grund, in Panik zu verfallen.“

Offenbar aber in Aktionismus. Magath reagierte auf den Stillstand auf seine Art, kaufte ein. Spieler, die bewusst keine Eingewöhnung in der Bundesliga benötigten und „auch international mithalten können“. Diesen Nachweis müssen Thomas Hitzlsperger oder Sotirios Kyrgiakos erst noch im grün-weißen Dress erbringen. Am besten schon in Freiburg. Wolfsburgs Coach hat die Zeichen der Zeit erkannt. „Wenn wir unser Ziel weiter verfolgen wollen, müssen wir jetzt punkten. Eine neuerliche Niederlage würde uns erst mal von den oberen Plätzen abschneiden.“ Wolfsburg so früh schon am Scheideweg.

Morgen gilt es aber nicht nur, die Saisonbilanz aufzupolieren. Auch die Statistik gegen den SCF. Der VfL hat noch nie in Freiburg gewonnen. Der Gegner wiederum noch nicht in dieser Serie. Doch Freiburg habe seine Philosophie bewahrt, diein der vergangenen Spielzeit immerhin zu Platz neun reichte. Magath ist sich sicher: „Freiburg wird wieder eine gute Rolle spielen.“ Wolfsburg auch?

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