Fußball – Bundesliga: Gladbachs und Wolfsburgs Trainer droht nach heutigem Duell die Ablösung

Die Schattenmänner im Nacken...

Den Wölfen (r. Mario Gomez) sitzt die Abstiegsangst im Nacken, ihrem Trainer Valerien Ismael indes offenbar ein neuer Trainer – oder liefert der VfL Wolfsburg heute bei den ebenfalls kriselnden Gladbachern andere Argumente? Foto: dpa
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Den Wölfen (r. Mario Gomez) sitzt die Abstiegsangst im Nacken, ihrem Trainer Valerien Ismael indes offenbar ein neuer Trainer – oder liefert der VfL Wolfsburg heute bei den ebenfalls kriselnden Gladbachern andere Argumente?

Wolfsburg. Der ganz normale Bundesliga-Wahnsinn. . . Womöglich sitzt Trainer André Schubert in diesem Spiel (Dienstag, 20 Uhr) zum letzten Mal auf der Bank von Borussia Mönchengladbach.

Als Nachfolger wird bereits Dieter Hecking gehandelt, der erst im Oktober bei Gegner VfL Wolfsburg  seinen Hut nehmen musste. Dessen Nachfolger Valerien Ismael wiederum droht – womöglich sogar im Falle eine Sieges – nach einem Intermezzo ebenfalls schon wieder Opfer des Systems Profifußball zu werden. Für die zwei angeknockten Clubs und ihre Coaches wird das Finale 2016 auch zum Spieltag der Abrechnung.

Wie üblich im Geschäft, drucksen die Verantwortlichen bei der Trainer-Frage (noch) herum. Fakt ist aber: Nach dem Krisengipfel werden sowohl in Gladbach als auch in Wolfsburg die Köpfe zusammengesteckt – wie und vor allem mit wem soll es nach der Winterpause weitergehen? Mit dem Schattenmann David Wagner vom englischen Zweitligisten Huddersfield Town im Nacken muss Ismael mit den Wölfen nach dem zähen Heim-Befreiungsschlag gegen Eintracht Frankfurt (1:0) prompt nachliefern. Andere Argumente zählen nicht. Im VW-Konzern soll ein Neuanfang mit einem anderen Trainer bereits beschlossen sein. Wobei der Franzose, angenervt von der Diskussion um seine Person, den Fokus voll und ganz auf die letzten 90 Minuten des Jahres zu lenken versuchte. „Wir brauchen Ruhe und müssen uns auf Gladbach konzentrieren.“

Die Zeit der Regeneration war kurz. „Wenn Du ein Spiel gewinnst, merkst Du auch die Müdigkeit weniger“, entgegnete Ismael. Er wünscht sich, dass eine Mannschaft „mit dem Erfolgserlebnis im Rücken befreiter“ aufspielt gegen die Fohlen. Diese würden ja immerhin aktuell auch eine „schwere Phase durchmachen“ und nicht mehr so souverän auftreten wie noch vor Monaten. Wolfsburgs Coach geht von einem „kampfbetonten Spiel“ aus. Völlig normal angesichts der verzwickten Tabellensituation, in der beide Vereine stecken. Die Grün-Weißen könnten die Elf vom Niederrhein zur Winterpause mit in den Abstiegsstrudel hineinreißen und sich selbst Luft verschaffen. Dafür braucht es nach Ansicht von Ismael vor allem den richtigen Riecher von Mario Gomez und Co. vor dem Kasten von Yann Sommer. „Wir wollen hungrig sein und effizienter vorm Tor. Wir sind alle bereit für den letzten Kampf des Jahres.“

Ein weiterer Dreier könnte den Wölfen nicht nur „Rückenwind, sondern auch eine andere Perspektive geben“, erklärte Ismael gestern. Das gilt insbesondere für ihn selbst...

Von Ingo Barrenscheen

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