Fußball – Bundesliga: Wolfsburg gewinnt Derby gegen HSV 2:0 / Wölfe festigen mit achtem Sieg den zweiten Platz

Richtig gut: VfL setzt sich oben fest

Unaufhaltsam: Kevin de Bruyne (l.) spielte auch gegen Hamburg stark, bereitete beim 2:0 beide Tore vor.
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Unaufhaltsam: Kevin de Bruyne (l.) spielte auch gegen Hamburg stark, bereitete beim 2:0 beide Tore vor.
  • VonMatthias Jansen
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dpa/mj Wolfsburg. Es läuft wie am Schnürchen. Der VfL Wolfsburg hat seine Rekordserie im Nord-Derby der Fußball-Bundesliga gegen den Hamburger SV ausgebaut. Die Wölfe schlugen den „Dino der Liga“ am Sonntag im Stile eines Spitzenteams souverän 2:0 (1:0).

Vor 30 000 Zuschauern sorgten Ivica Olic (27.) und Aaron Hunt (63.) für den achten Pflichtspielsieg in Folge. „Wir haben sehr konzentriert gespielt, haben den Ball gut laufen lassen und waren in den richtigen Momenten zur Stelle. Es freut mich, dass wir gegen die Hamburger unsere Linie fast die gesamte Spielzeit durchziehen konnten“, meinte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking.

Nur knapp 65 Stunden nach dem überzeugenden 5:1 in der Europa League gegen den FK Krasnodar war von Wolfsburger Müdigkeit wenig zu sehen. Im Gegenteil. Die VfL-Profis traten von Beginn an mit wesentlich mehr Dringlichkeit auf, waren zweikampfstärker und präsentierten auch die reifere Spielanlage. Der Ball lief gut, der HSV fast immer hinterher. Vor allem die HSV-Schaltzentrale mit Rafael van der Vaart und Lewis Holtby sah sich nahezu ausnahmslos in der Defensivarbeit beschäftigt. „Dass wir es schaffen, den HSV so über weite Strecken zu beherrschen, war richtig gut“, freute sich Hecking, dessen Team sich als Zweiter vier Punkte hinter Bayern München festsetzte.

Ein Feuerwerk brannten die Hamburger in Wolfsburg nur auf der Tribüne ab. Und auch für diese wenig durchdachte Aktion gibt es keine Pluspunkte.

Dabei musste Hecking sogar ein kniffliges Personalproblem in seiner Viererkette lösen. Für die verletzten Ricardo Rodriguez und Marcel Schäfer brachte er den starken Portugiesen Vieirinha überraschend hinten links, Christian Träsch begann rechts. Der Wolfsburger Defensivverbund musste allerdings vor dem Wechsel kaum eingreifen, Keeper Diego Benaglio erlebte einen gemütlichen Sonntag. Nur richtig gute, eigene Torchancen waren trotz der einseitigen Partie ebenfalls eine Rarität. Immer wieder fehlte die Präzision beim letzten Pass.

Bezeichnenderweise fiel die Wolfsburger Führung denn auch nach einer Ecke, die HSV-Abräumer Valon Behrami unnötig verursacht hatte. Nach dem Eckball von Aaron Hunt hielt der erneut überzeugende Kevin de Bruyne von der Strafraumgrenze aus volley drauf – Olic gab dem Ball im Fünfer noch die entscheidende Richtungsänderung – das verdiente 1:0 (27.) zur Pause.

Erst nach dem Wechsel legten die Gäste ihre Passivität ab, erhöhten den Körpereinsatz und gingen mehr Risiko. Mehr als Annäherungsversuche durch Heiko Westermann (50.) und Pierre-Michel Lasogga (59.) sprangen dabei aber nicht heraus. Die Einstellung stimmte, die spielerische Qualität nicht. Und so konnte Hunt bei einem Bilderbuch-Konter nach einer Hereingabe von de Bruyne schon früh für geordnete Verhältnisse sorgen (63.). Es war bereits die neunte Torvorlage des Belgiers, der seit Wochen in Topform ist. Nach der Länderspielpause müssen die „Wölfe“ am 22. November beim FC Schalke 04 antreten.

Von Matthias Jansen

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